Obst und Früchte | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Obst und Früchte

Die Ananas

Die Ananas ist eine sehr lecker und fruchtig schmeckende Frucht, die ursprünglich aus Paraguay stammt. Sie gilt als die Königin der Früchte, denn sie ist vielseitig verwendbar, ungemein lecker und hilft sogar dabei, das ein oder andere überflüssige Pfund zu verlieren. Die Ananas gilt nämlich als ein absoluter Fettverbrenner. Die Früchte die auf deutschen Märkten oder in Supermärkten gekauft werden können, stammen zum größten Teil von der Elfenbeinküste sowie aus Costa Rica, Südafrika und Brasilien.

Was allerdings die wenigsten Menschen wissen: die Ananas ist gar keine echte Frucht. Hierbei handelt es sich um eine sog. Schein- und Sammelfrucht, die sich auf einem kurzen Stamm bildet. In der Blattrosette wächst aus einem Blütenstiel eine Ähre, die ca. 30 Zentimeter hoch wird und mit zahlreichen Blüten versehen sind. Aus denen bilden sich kleine Beeren, die zu einem Fruchtverband zusammenwachsen.

Bekannt sind mehr als 100 Ananassorten. Das eine Ananas reif ist kann man daran erkennen, dass das Fruchtfleisch auf Druck etwas nachgibt und die Schuppen der Schale hellbraun sind. Des Weiteren deutet ein sehr aromatischer Duft darauf hin, dass die Ananas reif ist. Duftet sie allerdings zu intensiv, dann ist dies ein Zeichen von Überreife und die Frucht sollte nicht mehr verzehrt werden. Länger frisch bleibt die exotische Südfrucht, wenn sie an einem trockenen Ort gelagert wird, an dem Temperaturen um die 8 Grad Celsius herrschen.

Das Fleisch der Ananas ist wie bereits erwähnt sehr vielseitig verwendbar. Man kann es roh essen oder aber auch in Kuchen verarbeiten. Auch bei Currygerichten ist die Ananas ein fester Bestandteil und auch zu vielen weiteren Fisch- und Fleischgerichten passt die Ananas.

Eine Ananasfrucht kann bis zu 50 Zentimeter hoch und 4 Kilo schwer werden. Beliebt ist diese Frucht nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern vor allem wegen der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. So ist in der Ananas u.a. das Enzym Bromelain enthalten, welches entwässernd und stoffwechselfördernd ist. Zudem verbreitet die Südfrucht etwas Exotik und ist daher auch bei Cocktails sehr beliebt.

Apfel

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der bekanntesten und beliebtesten Apfelsorten sowie eine Übersicht darüber, wie die einzelnen Sorten Schmecken und was sie können:

Boskop
Der Boskop ist ebenfalls ein beliebter und bekannter Apfel, der sehr herzhaft schmeckt und saftig ist. Er sollte nicht zu lange gelagert werden, da die Gefahr groß ist, dass er zu mürbe wird. Besonders gut ist der Boskop zum Backen und zur Zubereitung von Apfelmus geeignet. Allergiker vertragen den Boskop besonders gut.

Braeburn
Der Braeburn verfügt über einen sehr aromatischen Geschmack und gilt als sehr knackig. Besonders schmackhaft ist er als Tafelobst. Allerdings wird er auch in der Küche gern verwendet, denn mit ihm kann man eine angenehme süße Note in pikante Gerichte bringen.

Cox Orange
Der Cox Orange ist eine der bekanntesten Apfelsorten, die sich durch einen sehr aromatischen Geschmack mit einer ausgewogenen Süße auszeichnet. Je reifer der Apfel wird, desto mürber wird er auch. Als Tafelobst ist der Cox Orange sehr beliebt, wird aber auch sehr gerne für Kuchen verwendet. Hierbei sollte es sich allerdings um Kuchen mit einer geringen Backzeit handeln, da sonst das feine Aroma des Cox Orange verloren geht. Neben ist der Cox Orange mit der Besonderheit versehen, dass er von Allergikern sehr gut vertragen wird.

Elstar
Der Elstar ist geschmacklich ein sehr saftiger, fein säuerlicher Apfel. Er ist neben dem rohen Verzehr besonders gut für Apfelstrudel und andere Apfelkuchen geeignet. Auch einen Salat kann man mit dem Elstar Apfel verfeinern. Charakteristisch für den Elstar Apfel ist, dass er sich nach dem Anschneiden kaum verfärbt.

Fuji
immer häufiger im Supermarkt.
Nicht ohne Grund: Der saftige, sehr süße und knackige Apfel schmeckt ganz klasse pur, aber auch in Obstsalaten, Desserts und zu Wildgeflügel.

Gala
Die Apfelsorte Gala zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass sie geschmacklich besonders süß und sehr saftig ist. Vor allem als feines Tafelobst kommt der Gala zum Einsatz, wird aber auch gerne zum Backen verwendet und hat seinen festen Platz in vielen pikanten Salaten.

Golfen Delicious
sehr süß, wenig Säure, würzig. Ursprünglich aus den USA, heute Hauptapfel Südtirols und Frankreichs.
Zum Roh-Essen, für Salate, Apfelmus und Kompott.

Granny Smith
säuerlichfrisch, mäßig süß, ohne ausgeprägtes Aroma.
Zum Pur-Essen, lecker in herzhaften Salaten und ideal für erfrischende Sorbets.

Jonagold
Der Apfel Jonagold schmeckt sehr fruchtig, ist ein wenig säuerlich, dafür aber sehr aromatisch. Je reifer dieser Apfel wird, desto mürber wird er. Der Jonagold ist besonders gut für die Zubereitung von einem Apfelstrudel geeignet, schmeckt aber auch auf anderen gedeckten Kuchen sehr lecker. Zudem eignet sich der Jonagold Apfel besonders gut zum Einkochen.

Kanzi
Die Apfelsorte Kanzi ist eine fruchtige Frucht, die aus den Klassikern Gala und Braeburn gekreuzt wurde. Von diesen beiden überaus schmackhaften Apfelsorten hat der Kanzi nur das Beste mitbekommen. So zeichnet er sich durch den festen Biss und die fruchtige Süße aus, die für den Gala Apfel charakteristisch ist. Des Weiteren hat der Kanzi einen sehr hohen Anteil an Vitamin C, was vom Braeburn stammt. Durch diese Komposition ist der Kanzi ein sehr süßer und gleichzeitig gesunder Apfel. Damit der Apfel das Aroma richtig entfalten kann, lagert er nach der Ernte noch einen ganzen Monat und reift in dieser Zeit. Während dieses Zeitraum baut sich der Anteil an Säure im Apfel ab und es entsteht ein wohlschmeckendes Verhältnis von Säure und Süße.

Orange
aromatisches, mürbes, aber festes Fruchtfleisch. Reichlich Säure, daher ideal für Kompott, Apfelmus und Gelee.
Auch zum Backen gut geeignet.

Pink Lady
ausgeglichen süßsäuerlich, knackig, aromatisch.
Immer mit Herzchen-Aufkleber „Pink Lady“.
Wunderbar zum Pur-Essen.

Pinova
Der Pinova verfügt über ein sehr festes Fruchtfleisch und hat einen süß-säuerlichen Geschmack sowie ein recht würziges Aroma. Diese Apfelsorte ist in erster Linie als Tafelobst geeignet, wird aber sehr gerne auch zum Backen verwendet.

Rubi nette
Der Rubi nette hat ein sehr reiches Aroma und gilt als ausgewogen süßsauer. Vor allem als Pausen-Snack für Kinder ist der Rubi nette beliebt und auch in vielen Salaten unterstreicht er die feine Note.

Rubens
Der Geschmack der Apfelsorte Rubens ist sehr erfrischend, denn der Apfel ist sehr saftig. Er wird als Tafelobst ebenso gerne verwendet wie zum Backen. Die Besonderheit dieser Apfelsorte besteht darin, dass er nicht zerfällt.

Aprikose

Die leuchtend geiborangen Früchte passen ausgezeichnet zu fast allen Beeren, z.B. Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren. Die mild-aromatischen Früchte harmonieren ebenfalls mit exotischen Früchten wie Ananas oder Mango.

Birne

Die meisten Birnensorten werden „pflückreif“ geerntet, das heißt noch leicht grünlich und mit festem Fruchtfleisch. Ihre volle Reife erlangen sie erst, wenn sie einige Tage bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Conference
Saftig, süß, sehr erfrischend und mit einer rauen, vergleichsweise dicken Schale. Gut lagerfähig, daher stets zu haben fürs Backen oder als Dessert.

Packham
Ähnelt der Williams Christ, ist aber größer und süßer. Lecker als Kompott, für Kuchen, oder als Aperitif: frisch püriert einfach mit Sekt aufgießen.

Rote Williams Christ
Zartes, feines Fruchtfleisch mit milder Säure. Schmeckt aus der Hand, als Konfitüre oder geschmort zu Wild und Geflügel.

Williams Christ
Gelbgrüne, mitzunehmender Reife gelb bis rötlich schimmernde, sehr aromatische Birne. Gut zum Kochen, ideal als pures Obst.

Kaiser Alexander
Länglich, braun bis gelb gefärbt mit süßem, intensiv duftendem Fruchtfleisch. Ähnlich der Conference außen rau und „berostet“. Gut für Kuchen oder Rohkost.

Brombeere

Die süße Brombeere „Thornless Evergreen“ lässt sich gut pflücken, weil die Pflanze keine Stacheln hat. Ideal zum Rohessen, aber auch als Saft oder Konfitüre.

Cranberry

Heutige Cranberrysorten gehen auf eine Auslese der nordamerikanischen „großfrüchtigen Moosbeere“ zurück. Die festen, dunkelroten Beeren gehören zur Familie der Preiselbeeren, sind aber viel größer: Während Preiselbeeren etwa erbsengroß bleiben, werden Cranberrys fast dreimal so groß. Cranberrys werden im Herbst geerntet, getrocknet sind sie das ganze Jahr über erhältlich.

Datteln

In nahezu allen heißen Ländern dieser Welt werden Datteln angebaut. In unseren Breiten kann man Datteln in erster Linie in getrockneter Form kaufen.

Erdbeeren

Ein Tipp zum Einfrieren: legt man die geputzten Erdbeeren nebeneinander auf ein Tablett und friert dieses für ca. zwei Stunden ein. Füllt dann die Erdbeeren in einen Gefrierbeutel und legt diesen wieder ins Gefrierfach, kann man die Erdbeeren später einzeln entnehmen. Zudem werden sie so beim Auftauen nicht ganz so matschig. Eingefroren halten sich die Früchte ca. acht Monate.

Beliebt sind Erdbeerkuchen mit einem Tortenguss. Durch ihn wird die Frucht nicht nur versüßt, sondern gleichzeitig auch vor einem Austrocknen geschützt. Ferner sorgt ein Tortenguss für einen ansehnlichen Glanz der Früchte. Der Tortenguss wird dabei einfach nach der jeweiligen Packungsanweisung zubereitet. Meist wird hier die Verwendung von Wasser empfohlen.

Um den Geschmack zu verfeinern, kann anstelle von Wasser auch Aprikosensaft oder Kirschnektar verwendet werden. Zudem ist dann wesentlich weniger Zucker erforderlich. Mit einem Esslöffel wird der fertigen Tortenguss von der Mitte aus über die Erdbeeren gegeben. Damit ist gewährleistet, dass es sich gleichmäßig um die Früchte verteilt. Entscheidend für ein Gelingen ist, dass der Guss vor dem Anschneiden vollständig ausgetrocknet ist.

Die Wiederkehr des Rumtopfes
Der Rumtopf wird wieder modern. Wenn die Erdbeersaison beginnt, ist die beste Zeit zum Ansetzen von einem Rumtopf. Man darf nicht vergessen, dass er bis zu vier Wochen ziehen muss. Erst dann haben die Früchte das Aroma angenommen.
Für einen Rumtopf braucht man:
1 kg Erdbeeren
750 g Zucker
2 Zimtstangen
0,7 1 Rum (54 %).

Die Beeren werden halbiert und mit Zimt und Zucker in einem zwei Liter fassenden Gefäß gemischt. Dann wird der Rum darüber gegossen. Er stellte fingerbreit über den Früchten stehen. Ergeben sich dabei schwimmende Beeren, sollte sie mit einer Untertasse beschwert werden. Im Anschluss wird der Erdbeer-Rumtopf abgedeckt und sollte vier Wochen kühl gestellt werden.

Erdbeeren als leckere Nascherei
Um Erdbeeren als feinste Nascherei zu präsentieren braucht man nicht mehr als zuckersüße Erdbeeren und weiße, zartbitter oder Nougat-Schokolade. Die Erdbeeren werden einfach gewaschen, trocken getupft und in Kelche gestellt. Dann muss die Schokolade gehackt und in einem Wasserbad geschmolzen werden. Anschließend werden die Erdbeeren einfach in die Schokolade eingetaucht und müssen trocknen. Man rechnet dabei für 500 g Früchte ca. 100 g Schokolade.
Unheimlich lecker sind auch Karamel-Beeren, die perfekt zu Eis schmecken. Hierfür werden die Erdbeeren ebenfalls geputzt, gewaschen und in Scheiben geschnitten. Anschließend legt man sie auf ein Kuchengitter oder Backrost und bestäubt sie dick mit Puderzucker. Mit einem Busenbrenner wird der Puderzucker dann geschmolzen, bis er goldgelb ist. Legt man während dieses Vorgangs ein Stückchen Alufolie unter den Rost, dann kann das heruntertropfende Karamell einfacher entfernt werden. Die karamellisierten Erdbeeren müssen dann trocknen. Alternativ zum Bunsenbrenner kann man die Beeren auch in den Backofen, auf Grillstufe stellen.

Erdbeer-Eiswürfel
Eiswürfel aus Erdbeeren sind die erfrischende Idee an heißen Sommertagen. Hierfür werden rund 200 g Erdbeeren gewaschen, geputzt und fein püriert. Bei Bedarf können die Erdbeeren mit etwas Puderzucker gesüßt werden. Im Anschluss wird das Erdbeerpüree einfach in Eiswürfelbehälter gefüllt und in die Gefriertruhe gegeben. Sind sie gefroren schmecken die Erdbeereiswürfel lecker in Prosecco, Milch und Mineralwasser mit Kohlensäure.

Feigen

Das Fruchtfleisch von Feigen zeigt sich in einer hellgelben bis dunkelroten Färbung. Feigen schmecken honigsüß und wer diese Früchte einmal getestet hat, der wird nicht genug davon bekommen können.

Feigen stammen ursprünglich aus Kleinasien und wachsen inzwischen auch in vielen sonnigen Regionen in Europa, wie z.B. in Italien, der Türkei sowie in Süddeutschland. Die typische Zeit der Feigen ist von Juli bis November. In der Zwischenzeit kann man in Deutschland war auch viele Feigen kaufen, die dann in der Regel aus Australien, Brasilien und den USA stammen.

Ob eine Feige reif ist, kann man am weißlichen Film auf der Schale erkennen. Perfekt sind Feigen, wenn die Schale bei leichtem Druck etwas nachgibt. Feigen sind sehr empfindliche Früchte, die man vorsichtig unter laufendem Wasser abwaschen und leicht abtupfen sollte. Man kann sie am besten pur genießen, aber auch in der Küche passen sie perfekt zu Geflügel, Schwein oder Wild. Daneben sind Feigen auch in vielen Desserts zu finden.

Wer auf besonders süße Feigen Wert legt, der sollte sich auf die violetten Arten konzentrieren. Wissenswert ist über Feigen noch, dass sie leicht verdaulich sind und viele Vitamine, Mineralstoffe sowie Kohlenhydrate enthalten. Aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen wird durch Feigen auch die Verdauung gefördert.

Felsenbirne

Die etwa erbsen- bis knapp kirschgroßen Früchte der Felsenbirne können Sie nicht kaufen. Und das Sammeln dauert seine Zeit, weil die Früchte locker verteilt am Strauch hängen.

Granatapfel

Der Granatapfelbaum stammt ursprünglich aus Persien. Heute gibt es sehr gute Qualitäten, die aus dem Iran stammen. Ferner wird die leckere, scharlachrote Frucht, die einen Durchmesser zwischen 7 und 12 Zentimetern hat, in zahlreichen Ländern mit mediterranem, tropischem und subtropischem Klima angebaut. Die typische Erntezeit liegt zwischen September und Dezember. Der Granatapfelbaum kann mehrere Hundert Jahre alt werden.

Die Frucht wird durch weißliche Trennhäute in Kammern unterteilt. In diesen Kammern befinden sich die durchsichtigen Samenkerne, die von saftigem Fruchtfleisch umgeben sind. Der Geschmack des Granatapfels ist süßsauer und herb. Zudem liefert diese Frucht unheimlich viel Vitamin C.

Zur Aufbewahrung lässt sich sagen, dass Granatäpfel reif geerntet werden. Sie sind bei Zimmertemperatur bis zu drei Wochen haltbar, können aber auch im Gemüsefach bis zu drei Monate problemlos aufbewahrt werden.

Heidelbeeren

In der freien Wildbahn sind die kleinen Heidelbeeren sehr dunkel und schmecken süß-säuerlich. Das man von ihnen genascht hat, kann man nicht leugnen, denn durch den Fruchtsaft werden die Zunge und die Lippen eindeutig dunkellila gefärbt. Hervorgerufen wird die intensive Färbung durch den Inhaltsstoff Myrtillin, der in unterschiedlichen Wildformen und Kulturbeeren vorkommt.

Allerdings ist dieser Stoff nur in Waldheidelbeeren vorhanden, die sehr intensiv blau sind. Kulturheidelbeeren unterscheiden sich deutlich, denn sie haben ein wesentlich helleres Fruchtfleisch. Bei ihnen ist der Farbstoff auch nur in der Schale enthalten und wird nur durch das Kochen freigesetzt.

Die typische Erntezeit der Waldheidelbeere ist von Juni bis September. In dieser Zeit kann man die Waldheidelbeeren entweder im Wald selbst suchen und pflücken oder man kauft Importe im Supermarkt.
Kleiner Tipp für Selbstsammler: unbedingt Gummihandschuhe anziehen, dann werden die Finger nicht so eingefärbt.
Des Weiteren sollte man grundsätzlich die Waldheilbeeren abkochen, da man so dem Fuchsbandwurm keine Chance lässt. Ganz gleich ob es sich dabei um gesammelte oder gekaufte Waldheidelbeeren handelt. Ferner sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wald- wird auch die Kulturheidelbeere richtig schön prall und nicht aufgeplatzt sind. Dies zeugt von einer guten Qualität.

Im Kühlschrank kann man Kulturheidelbeeren für ca. eine Woche gut aufbewahren. Allerdings ist die Wildform um einiges empfindlicher. Am besten verzehrt man sie noch am gleichen Tag und bewahrt sie nicht auf. Alternativ dazu kann man Heidelbeeren auch wunderbar einfrieren. Einfach nach dem säubern gut abtropfen lassen, auf einem Tablett vorfrieren und dann im Gefrierbeutel einfrieren.

Heidelbeeren kann man wunderbar mit vielen anderen Beeren kombinieren und sie schmecken auch wunderbar zu einer Honigmelone. Auch pur sind sie sehr lecker und können mit Zucker, etwas Wodka oder Orangenlikör verfeinert werden.

Himbeere

Die Himbeere „Fallgold“ überrascht mit gelben, süßen Früchten und ist ein Hingucker auf Torten, in Joghurt- oder Quarkspeisen. Lecker in Form von Saft oder Gelee.

Johannisbeere

Es gibt rote, schwarze und weiße Sorten. Letztere sind sehr aromatisch, aber leider seltener im Angebot. Johannisbeeren gehören zu den säurereichen Früchten.

Jostabeere

Die schwarzroten Früchte sind eine Kreuzung aus schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere – deswegen der Name Josta. Ihr säuerliches Aroma ist erfrischend in Gelee, Kompott oder Konfitüre.

Kaki

Tomatengroß; ihr exotischsüßer Geschmack erinnert an Aprikosen; für Cremes und Obstsalate.

Karambole, Sternfrucht, Baumstachelbeere (Averrhoa carambola)

Eine nicht so bekannte aber sehr leckere Tropenfrucht ist die Karambole. Ein Stern ist diese Frucht nicht nur aufgrund ihrer Form, sie verfügt über fünf scharfkantige Längsrippen, sodass man beim Aufschneiden sternförmige Scheiben erhält, sondern auch wegen des stets wachsenden Marktwertes. Es gibt immer mehr Menschen die diese Frucht für sich entdeckt haben, sodass die Importe kräftig ansteigen.

In unseren Breiten wird die Karambole in der Regel unter der Bezeichnung Sternfrucht angeboten. Von ihr gibt es unterschiedliche Sorten. Hat man eine etwas größere Frucht gekauft, kann man sich auf einen süßen, leicht säuerlichen Geschmack freuen. Meist sind diese Früchte goldgelb. Die kleineren Ausführungen sind recht säuerlichen und verfügen meist über eine hellgelbe oder blassgrün Färbung.

Die kleineren Früchte sind nicht gerade sehr aromatisch, dafür eigenen sie sich perfekt zu Dekorationszwecken. Mit den in Scheiben geschnittenen Sternen kann man z.B. Fleischgerichte, Desserts und Torten garnieren oder man serviert die Sternfrucht zu Sekt, Longdrinks und Bowlen.
Erhältlich ist die Sternfrucht heute in der ganzen Welt. Ursprünglich stammt sie wahrscheinlich aus Malaysia oder Indien und hat sich von hier aus in alle tropischen Länder verbreitet. In unseren Breiten sind das ganze Jahr über Importe erhältlich, die aus Malaysia, Thailand, Brasilien, Kolumbien und Israel stammen.

Die Karambole zeichnet sich durch ihre dünne glänzende Haut und das durchscheinende saftige Fleisch aus. Sie sind auch wahre Vitaminbomben, denn sie besitzen einen hohen Gehalt an Vitamin C und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Phosphor.

Im Bezug auf die Lagerung sollte man aufgeschnittene Früchte nicht zu lange liegen lassen, da sie sich schnell dunkel verfärben. Zwar wird dadurch der Geschmack in keiner Weise negativ beeinflusst, allerdings leidet die Optik.

Kiwano

Die Kiwano ist auch unter Namen wie Horngurke oder Hornmelone bekannt. Die Frucht gehört zur Familie der Kürbisse und kann in unseren Breiten zwischen Januar und Juni im ausgewählten Obst- und Gemüsehandel gekauft werden. Vom Aussehen her kann man die Kiwano mit einer kleinen Honigmelone vergleichen. Sie wird zwischen zwölf und 15 Zentimeter groß und besitzt eine harte Schale, die von homartigen Stacheln bedeckt ist.

Die Kiwano verfügt über ein grünes Fruchtfleisch, dass keinen intensiven Geschmack hat. Sie schmeckt eher säuerlich als süß. Um die Frucht zu essen, wird sie halbiert. Anschließend kann man das Fruchtfleisch einfach herauslöffeln. Die Kerne kann man bedenkenlos mitessen, allerdings nicht die Schale. Da sie aber sehr robust ist, eignet sie sich perfekt als Dekoration für ein Büfett oder man nutzt sie als Schale für einen Obstsalat.

Kiwi

Kiwis sind die Beerenfrüchte einer chinesischen Kletterpflanze – ihren heutigen Namen bekam die Kiwi nach einem neuseeländischen Straußenvogel. Am besten schmecken die Früchte, wenn ihre pelzige Schale auf leichten Fingerdruck nachgibt. Die schöne zartgrüne Farbe der Kiwifrüchte ist empfindlich, deshalb Kiwikonfitüre lieber öfter in kleinen Mengen zubereiten.

Kokosnuss

Frisch geraspelt veredelt sie Curries und Desserts.

Kumquats

Süß-bittere Zwergorangen mit essbarer Schale.

Limetten

Fein-säuerlich; Saft und Schale geben vielen asiatischen Gerichten Aroma.

Litschis

Raue Schale, saftiges Fleisch, harter Kern; ihr Rosenaroma macht sie in China zur feinsten Frucht; frisch ein Hochgenuss.

Loganbeere

Ihre Früchte sind eine Kreuzung aus amerikanischer Brombeere und europäischer Himbeere. Herausgekommen sind große, saftige, aromatische Früchte. Weil die aber sehr sauer sind, werden sie meistens für Saft verwendet.

Mandarine

Zu ihrem Spitznamen „Easy Peeler“ ist sie gekommen, weil sie von allen Südfrüchten am einfachsten zu schälen ist. Bemerkenswert sind zudem ihr hoher Vitamin-C-Gehalt und die vielen Mineralstoffe.

Mango

Die Heimat der Mango ist Indien. Hier gilt diese exotische Frucht als die „Königin der Früchte“, was unter anderem darin begründet ist, dass in ihr alle wichtigen Mineralstoffe und Vitamine enthalten sind. Das die Mango reif ist kann man daran erkennen, dass sie auf Druck leicht nachgibt und die Schale ein recht intensives Aroma versprüht.

Hinund wieder kann man an einer Mango kleine dunkle Flecken erkenne. Sie weisen nicht auf einen Mangel der Qualität hin, sondern zeigen leidlich, dass die Frucht schnellstens verzehrt werden sollte.

Maracuja/Passionsfrucht

Die Familie der Passionsfrucht, Passifiora, nat viele Mitglieder: Die ersten von ihnen kamen aus Mittelamerika zu uns, wo die Passionsfrucht Maracuja genannt wird. Reife Früchte sind an der schon etwas schrumpeligen Schale erkennbar. Zum Verzehr die Früchte mit einem Messer halbieren, das säuerliche Fruchtfleisch mit den Kernen auslöffeln.

Papaya

Die Papaya stammt ursprünglich aus Mittelamerika und ist heute weltweit in den tropischen Regionen verbreitet. Bei der Papaya handelt es sich um die Frucht einer tropischen Staude. Sie gehört zur Familie der Melonenbaumgewächse und kann eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen. Ein Melonenbaum kann jedes Jahr zwischen 30 und 150 Früchte tragen. Sie hängen, ähnlich wie bei einem Kokosnuss, in den Blattachsen. Vom Durchmesser her wird eine Papaya zwischen zehn und 30 Zentimeter groß und kann bis zu sechs Kilo wiegen.

Die Papayas, die in Euro gekauft werden können, stammen meist aus Hawaii oder Brasilien und werden nur mit einem Gewicht von bis zu 500 Gramm angeboten.

Eine unreife Papaya kann man wie ein Gemüse verarbeiten und daraus Chutneys, Currys und Kompotts herstellen. Ist die Papaya vollreif, dann erkennt man dies daran, dass die Schale auf leichten Druck nach gibt. Das Fleisch der reifen Papayafrucht ist überaus saftig, zeigt sich in einer gelben oder kräftig orangefarben bis lachsroten Färbung. Vom Geschmack her ist die Papaya sehr mild und süß.

Von Natur aus verfügt diese Frucht nicht über Fruchtsäure, weshalb man das Aroma mit Zitronen oder Limettensaft verfeinern kann. Im Innern der Papaya befinden sich schwarze, pfefferkorngroße Kerne, die man essen kann. Ihr Geschmack ist eher scharf. Ferner gilt die Papaya als reine Vitaminbombe, denn in ihr ist viel Vitamin A, B und C enthalten. In den Kernen ist zusätzlich das Enzym Papain, durch das eine sehr proteinhaltige Nahrung besser verdaut werden kann. Zudem werden die Kerne in Form von Pulver auch gerne als Zartmacher für Fleisch eingesetzt.

Pfirsich

Pfirsiche sollten Sie vor dem Einmachen häuten: Dazu die Pfirsiche kreuzweise einritzen und je nach Reifegrad 30-60 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, in kaltem Wasser „abschrecken“ und die Haut abziehen.

Pflaume/Zwetschge

Pflaumen naoen gelblichgrünes oder rötlichblaues Fruchtfleisch. Zwetschgen sind kleiner und eiförmig mit fast schwarzblauer Haut und gelbem Fruchtfleisch. Späte Zwetschgensorten eignen sich fürs Einmachen besonders gut, da sie viel Zucker und wenig Wasser enthalten. Manche Pflaumensorten haben eine ziemlich dicke Haut. Dafür die Früchte kurz in kochendes Wasser tauchen, mit kaltem Wasser „abschrecken“ und die Haut abziehen.

Physalis/Kapstachelbeere

Die Physalis ist auch unter dem Begriff Kapstachelbeere oder Ananaskirsche bekannt. Typisch für diese Frucht ist der fein süß-säuerliche Geschmack, der an eine Mischung aus Passionsfrucht, Ananas und Stachelbeeren erinnert. Die Beeren der Physalis sind von der Größe her einer Kirsche sehr ähnlich und enthalten kleine Samen, die man essen kann.

Umgeben sind die Früchte von einer braunen, papierartigen Hülle. Sie wird einfach geöffnet, um an die Frucht zu gelangen. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südamerika. Heute wird sie überwiegend in Südafrika, Kenia und Neuseeland angebaut.

Pitahaya

Die Pitahaya ist vielen eher als Drachenfrucht bekannt. Charakteristisch für diese Frucht ist die dekorative Schale und der überaus frische Genuss. Die Pitahaya gibt es mit einer gelben und einer roten Schale. Diese kann man in beiden Fällen nicht mitessen.

Für den Verzehr wird die Pitahaya einfach in der Mitte halbiert und kann dann ausgelöffelt werden. Das Fruchtfleisch zeigt sich in einer weiß-grauen Färbung und schmeckt süß-säuerlich. Die Drachenfrucht gilt als überaus erfrischend und ist als exotische Kaktusfrucht auch perfekt als Verzierungen bei einem Büfett geeignet.

Stachelbeere, grün

Die hellgrüne, süßsäuerliche Sorte „Invicta“ schmeckt am besten vollreif zu Konfitüre verarbeitet.

Stachelbeere, rot

Die britische Sorte „Rote Triumph“ besticht durch ihre schöne Farbe und ihre Größe. Reif ist sie roh oder als Konfitüre ein Genuss.

Weinbergpfirsich

Früher pflanzten viele Winzer Weinbergpfirsiche an den Rand ihrer Weinberge. Dabei entstanden im Laufe der Zeit mehr oder weniger zufällig zahlreiche Sorten. Die eher kleinen, meist harten Früchte sind von unvergleichlichem Aroma. Erhältlich sind heute fast ausschließlich saftige Zuchtsorten, die etwas größer sind als ihre halbwilden Verwandten.

Viele dieser Pfirsiche kommen im Spätsommer als „peches de vigne“ aus Frankreich in den Handel, manche auch aus Deutschland, z.B. aus Rheinland-Pfalz oder von der Mosel.

Worcesterbeere

Die kleine, violettrote Stachelbeere wächst an einem sehr dornigen Busch und kommt aus Nordamerika. Gern wird sie mit säuerlicher Jostabeere gemixt und dann zu Saft oder Konfitüre verarbeitet.

Zitrusfrüchte

Ohne Zweifel sind Zitrusfrüchte eines der ältesten bekannten Obstsorten weltweit. In China wurden bereits vor mehr als 4000 Jahren Zitrusfrüchte kultiviert. Alexander der Große führte Zitrusfrüchte mit seinen Feldzügen in den Küstenländern des Mittelmeeres ein. Die Araber verbreiteten dann im 10. Jahrhundert das Obst in Afrika, bis es schließlich im 12. und 13. Jahrhundert nach Spanien gelangte. Mit Kolumbus gelangten die Zitrusfrüchte dann im 15. Jahrhundert nach Amerika und seit ungefähr 1550 gibt es in Deutschland Zitronenbäume.

Zitrusfrüchte zeichnen sich dadurch aus, dass sie rech an Vitaminen und Mineralstoffen sin. So ist in ihnen viel Vitamin C, Magnesium, Calcium, Kalium Phosphor und Vitamin B enthalten. Auch die Schale ist brauchbar, denn in ihr ist das ätherische Zitronenöl enthalten.

Zu den Zitrusfrüchten gehören nicht nur die Zitronen selbst, sondern u.a. auch Clementinen, Limetten, Limonen und Orangen. Ferner gehören dazu auch die Grapefruits, bei denen es sich um eine Kreuzung aus Pampelmusen und Orangen handelt. Auch die Kumquats, bei denen es sich um kleine Zwergorangen mit essbarer Schale handelt, werden den Zitrusfrüchten zugeschrieben, ebenso die Mandarinen, eine Kreuzung aus Mandarine und Pomeranze.

Ferner gehören zu den Zitrusfrüchten die Pampelmusen und Pomelos, die Bitterorangen wie die Pomeranze und Bergamotte, die Satsumas und Tangerinen.