Gemüse (O-Z) | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Gemüse (O-Z)

Nach Art der Pflanze und den Pflanzenteilen, die verzehrt werden, unterscheidet man:

* Wurzelgemüse (Möhren, Rettich, Radieschen)
* Blattgemüse (Kopfsalat, Spinat)
* Kohlgemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl)
* Zwiebelgemüse (Lauch, Knoblauch, Zwiebeln, Fenchel)
* Fruchtgemüse (Gurken, Tomaten, Kürbis, Paprika)
* Stängel- und Sprossgemüse (Spargel, Rhabarber)

Porree und Lauchzwiebeln

Besonders zarten Lauch bzw. Porree gibt es im späten Frühjahr und Sommer; kräftiger schmeckt er im Herbst und Winter.
Die sogenannte Frühlingszwiebel ist ebenfalls zu allen Jahreszeiten zu haben: Unter diesem etwas irreführenden Namen werden alle jung und mit Laub geernteten Zwiebeln gehandelt.
Aufgrund ihrer äußerlichen und geschmacklichen Verwandtschaft mit dem Porree wird sie deshalb auch zutreffender „Lauchzwiebel“ genannt.

Botanisch korrekter ist dagegen die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung „Bund- oder Bündelzwiebel“.
Ihren typischen, aromatischen Geschmack verdanken Porree und Lauchzwiebeln verschiedenen ätherischen Ölen und Aromastoffen.
Der hohe Gehalt an Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium, Eisen sowie den Vitaminen B-1, B2 und C und Provitamin A machen die beiden Vertreter der Gattung Allium zu gesunden „Genußmitteln“, die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe wirken darüber hinaus als natürliches Antibiotikum.

In der Zubereitung sind Porree und Lauchzwiebeln äußerst vielseitig: Sie eignen sich als Rohkost; gedünstet oder gekocht als Gemüsebeilage; als Suppenbasis oder -einlage; für Eintöpfe und Aufläufe; als Belag für herzhafte Kuchen und Quiches und zum Überbacken mit Schinken und Käse.
Das Laub der Lauchzwiebeln ist außerdem, wie Schnittlauch in Röllchen geschnitten, ein hervorragendes Gewürz für Kräuterquark, Soßen und Salate.
Auch als herzhafter Belag fürs Butterbrot ist es nicht zu verachten.

Lauch und Lauchzwiebeln gehören trotz vieler Ähnlichkeiten unterschiedlichen Arten an.
Erkennungszeichen ist die Blattform: Lauch besitzt breite, flache Blätter, Lauchzwiebeln dagegen schmale, röhrenförmige Blätter.

Vorbereitung:
Da zwischen den Porreeblättern oft Sand steckt, schneidet man die Stangen vor dem Waschen der Länge nach bis knapp über das Schaftende ein.
Anschließend spült man die Lauchstangen unter fließendem Wasser sehr gründlich ab, wobei man am besten die Blätter mit den Fingern auseinanderspreizt – auf diese Weise entfernt man Sand und Erde am zuverlässigsten.

Rettich

Der Rettich und die verwandten Radieschen zählen nicht zum Wurzelgemüse, sondern aus der Art Rübe.
Es gibt eine große Vielfalt an Formen und Farben.
Rettiche und Radieschen enthalten Vitamin C, Glucose, Bitterstoffe, Phenolsäuren.
Eine hervorragende Wirkung haben die Senföle.
Senföle haben eine heilsame Wirkung gegen Bakterien und Pilze in der Magen- und Darmschleimhaut.
Allerdings kann Rettich für Personen mit Magenleiden unverträglich sein.

Rosenkohl

Wie alle Kohlarten stammt auch er von der Wildform des Kohls ab, die ursprünglich in Kleinasien und an den Mittelmeerküsten beheimatet war.
Im Gegensatz zu seinen Verwandten, die z. T. schon den alten Römern gemundet haben, wurde der Rosenkohl jedoch erst vor etwa 190 Jahren von belgischen Züchtern erschaffen.
Diesem Umstand verdankt er auch seinen Beinamen „Brüsseler Kohl“ (englisch: brussels sprouts).
Interessanterweise sind die Rosenkohlköpfe, die wir als Gemüse verzehren, botanisch gesehen gar keine Früchte der Rosenkohlpflanze, sondern Nährstoffreservoire, aus denen die Pflanze im 2. Jahr ihre Blüten entwickelt.
Daher ist Rosenkohl ein sehr nährstoffreiches Gemüse.

Er liefert Vitamin E, K, B2, B6, C sowie Folsäure. Hinsichtlich der Mineralstoffe erweist sich der Rosenkohl als besonders kaliumreich, er enthält aber auch Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.
Wie alle Kohlarten fördert Rosenkohl mit seinem relativ hohen Ballaststoffgehalt unsere Verdauung.
Gichtkranke müssen jedoch leider wegen des hohen Puringehalts auf dieses nährstoffreiche Gemüse verzichten.

Heimischer Rosenkohl aus Freilandanbau wird von September bis Dezember angeboten.
Der wahre Kenner wartet jedoch die ersten Bodenfröste ab, bevor er der neuen Ernte zuspricht. Durch den Frost wird Stärke in Zucker verwandelt und die Zellstruktur der Rosenkohlblätter aufgelockert.
Die Röschen schmecken süßer und sind obendrein bekömmlicher!

Rosenkohl lagert man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks.
Allerdings sind selbst ganz frisch geerntete Röschen nur wenige Tage haltbar, dann werden ihre Blätter gelblich und welk.
Rosenkohl sollte deshalb möglichst rasch nach dem Erwerb verzehrt werden.
Für eine längerfristige Lagerung können die Kohlköpfchen zunächst blanchiert und dann tiefgefroren oder eingekocht werden.

Rote Bete

Rüben, die es in sich haben.

In der feinen Küche sind Rote Bete eine echte Delikatesse.
Erstaunlich, was noch so alles in den tollen Knollen steckt.

Wer Rote Bete nur süß-sauer eingelegt aus dem Glas kennt, wird die neu erwachte Leidenschaft für das früher so beliebte Gemüse kaum nachvollziehen können. Das milde, leicht süßliche Aroma kommt nämlich nur dann zur Geltung, wenn man die runden Rüben frisch zubereitet.

Ihren Namen verdanken sie dem Farbstoff Betanin (Beetenrot), ein natürlicher Farbstoff, mit dem auch gerne einmal die Pasta rot eingefärbt wird. Seltener gibt es die Rote Bete auch in gelb oder weiß.
Aufgrund der roten Farbe galten die Rote Bete schon in früheren Zeiten als blutbildende Heilpflanzen.

Ein unsichtbarer Pflanzenstoff, die Folsäure, ist verantwortlich für die blutbildende Wirkung der Roten Bete. Dies wurde inzwischen sogar wissenschaftlich bestätigt. 200 Gramm der Gemüseknollen decken bereits die Hälfte des Tagesbedarfs an diesem für die Bildung der roten Blutkörperchen wichtigen Vitamin.
Ein hoher Folsäureanteil in der Nahrung verhindert, dass die Adern verkalken. Außerdem stärkt das Vitamin die Abwehrkräfte.
Weniger bekannt ist dagegen die Rolle der Folsäure als „Stimmungsmacher“. Schlechte Laune, allgemeine Reizbarkeit und ein unruhiger Schlaf können auf einen Folsäuremangel hinweisen. Stumpfe, glanzlose Haare, vorzeitiges Ergrauen und brüchige Fingernägel sind ein weiterer Grund, mehr und vor allem regelmäßig Rote Bete zu essen und dadurch die Versorgung mit Folsäure zu sichern.

Die krebshemmende Wirkung der Roten Bete ist seit über 50 Jahren bekannt und wurde durch Forschungen mehrfach belegt.

Empfehlung:
kurmäßig ein- bis zweimal im Jahr mindestens acht Wochen täglich drei große Gläser des frisch gepressten oder pasteurisierten Safts trinken. Wer nicht so gern den Saft trinkt, kann Rote Bete natürlich auch in pulverisierter Form in der Apotheke kaufen. Der Gesundheit mag damit gedient sein, doch lassen Sie sich das heiße Rote-Bete-Süppchen und all die anderen Köstlichkeiten aus den leckeren Rüben trotzdem nicht entgehen!

Rotkohl oder Blaukraut?

Über die Bezeichnung lässt sich streiten-über den Geschmack nicht.

Warum wird der Rotkohl in manchen Regionen Rotkohl genannt und manchmal Blaukraut?
Ganz einfach: der Rotkohl zeigt mit seiner Farbe den pH-Wert des Bodens an.
In sauren Böden ist die Farbe eher rot und in alkalischen Boden nimmt der Kohl eine eher bläuliche Farbe an.
Doch der Rotkohl hat noch sehr viel mehr zu bieten als diese kleine biologische Besonderheit.

Beeren rot.
Rotkohl gehört zu den Kohlkopfarten.
Seine festen Köpfe zeichnen sich durch ihre rotgrünen Außen- und glatten Innenblätter aus.
Die farbgebenden Inhatestoffe des Rotkohls, die Anthocyane, sind sekundäre Pflanzenstoffe, die auch roten Beeren und Rotwein Farbe verleihen.
Außerdem ist Rotkohl besonders reich an Vitamin C.
So deckt 100 Gramm Rotkohl über 50 Prozent der Zufuhrempfehlung der DGE.
Aber auch Eiweiß, Kohlenhydrate und die Mineralstoffe Calcium, Kalium, das den Wasserhaushalt beeinflusst, und Eisen, welches besonders wichtig für die Sauerstoffversorgung im Körper ist, sind wesentliche Inhaltstoffe.

Rotkohl macht es dem Gourmet sehr leicht. Sowohl roh im Salat oder gedünstet als Gemüse wird viel Abwechslung geboten.
Zusammen mit Äpfeln, Zwiebeln, Maronen oder Backpflaumen ist Rotkohl eine perfekte Beilage zum leckeren Sonntagsbraten.

Und noch ein kleiner Tipp:
Rotkohl sollte unbedingt unter der Zugabe von sauren Zutaten gekocht werden, zum Beispiel etwas Essig, da sich sonst der Farbstoff aus den Blättern löst und man bleichen Kohl in rotem Kochwasser erhielte.
Die Wildform des „urdeutschen“ Rot-, Weiß- und Spitzkohls kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und aus den atlantischen Küstengebieten Europas.
Im Laufe der Zeit breitete sich der Zuchtkohl aber fast über den ganzen Kontinent aus, wobei Deutschland mit Abstand an der Spitze der Kohlproduktion steht.

Vitamin-C-Star. Kohl ist eine wahre „Vitamin-C-Bombe“!
Besonders kurios: beim Garen wird das Vitamin C nicht zerstört, sondern vielmehr zusätzliches Vitamin C gebildet!
Im Kohl reichlich enthaltene Folsäure und Vitamin K beugen außerdem Blutarmut und Gerinnungsstörungen vor.
Hohe Mineralstoffgehalte von Kalzium und Phosphor wirken sich positiv auf Knochen und Zähne aus.
An Kohlenhydraten sind vorrangig die „Energiespritzen“ Trauben-und Fruchtzucker enthalten.

Krautgemüse

Sauerkraut
Power mit Sauerkraut

Sauerkraut ist mehr als nur deftige Hausmannskost, Sauerkraut ist ein Feinschmeckerkraut – vielseitig und gesund.
Die vielen guten Eigenschaften hat das Sauerkraut fleißigen Mikhsäurebakterien zu verdanken.

Sauerkraut sollte nicht länger als 20 Minuten kochen, damit die wertvollen Biostoffe nicht verloren gehen.
Gekochtes Sauerkraut schmeckt in vielfältigen Variationen – mit Fisch und Geflügel, als Auflauf, Gratin, Quiche oder Suppe.
Damit hat sich Sauerkraut auch die moderne kreative Küche erobert.
Denn wer könnte schon widerstehen bei Sauerkraut-Lasagne, Sauerkraut mit Zander-Ragout oder Sauerkraut-Kartoffel-Burger.

Sellerie

Ein Gemüse für alle Fälle: Suppengrün, Kochgemüse, Gewürz und Rohkost.

Zum Sellerie fällt manchem zuallererst ein nicht tot zu kriegendes Sprüchlein von der aphrodisierenden Wirkung des Gemüses ein.
Vielleicht trägt die bereits im Altertum gehegte und bis heute unbewiesene Wirkung zur Beliebtheit des Selleries bei.
Ärzte und Ernährungsfachleute jedenfalls dementieren selten, weil sowohl die Sellerieknolle als auch der Stauden- und Schnittsellerie durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen der Gesundheit sehr förderlich -und somit vielleicht auch gut für die Liebe sind.
Staudensellerie, noch bis vor 10 Jahren eine Spezialität angelsächsischer Länder, hat inzwischen auch hierzulande Fuß gefaßt und wird mit dem Trend zu Salaten und Rohkost immer beliebter.
Importe mit steigender Tendenz sprechen dafür.

Die intensiv schmeckenden Knollen sind dagegen etwas ins Abseits geraten und werden überwiegend industriell sauer eingelegt.
Der Privatverbraucher nutzt Knollensellerie meist nur als Suppengemüse und Eintopfeinlage, obwohl sich seine Qualität durch Zuchterfolge in den letzten Jahren erheblich verbessert hat.

So bleiben die Knollen beim Kochen heute weißfleischig, während früher durch eine chemische Reaktion der ätherischen Öle mit dem Koch wasser oft schwärzliche Verfärbungen eintraten.
Schnittsellerie ähnelt äußerlich der glatten Petersilie.
Die Blätter schmecken jedoch intensiv nach Sellerie, dienen als Suppenwürze und lassen sich vorzüglich trocknen.

Knollensellerie gehört zu den deftigen heimischen Gemüsearten und hat seinen Stammplatz in der gutbürgerlichen Küche.
Neuerdings geht der Verbrauch allerdings leicht zurück.
Vielleicht weil heute viele Verbraucher den saftigmilden Staudensellerie mit seiner kurzen Garzeit dem Knollensellerie sogar für Eintöpfe und Gemüsesuppen vorziehen.

Die kräftig grünen ungebleichten Stangen des Staudenselleries schmecken fast immer ebenso zart wie die hellen, gelblichen Stauden des gebleichten Selleries oder der sogenannten selbstbleichenden Sorten, die hauptsächlich aus England und den USA stammen.
Je nach Herkunft wiegen die Stauden 500 bis 1000 g und werden rund ums Jahr aus verschiedenen Ländern importiert.
Wichtigstes Qualitätsmerkmal für alle Sorten: makellose, knackig frische Stiele ohne Verfärbungen und eingetrocknete Stellen.

Staudensellerie

Die vielen Vitamine und Mineralstoffe, wie Natrium oder Folsäure, die in Sellerie stecken, finden häufig nur wenig Beachtung. Und kaum einer weiß schon so genau, wie positiv die tatsächlich auf unsere Gesundheit wirkt. Wüssten die Menschen, wie gut Sellerie bei Gicht und Rheuma hilft, dann würden sie die Stauden bestimmt öfter kaufen.

Schwarzwurzel

Winterspargel, Schötzenmiere, Skorzoner Wurzel, (Scorzonera hispanica), engl. Scorzonera, black salsify, franz. scorsonere.

Gemüsebaulich wird die Schwarzwurzel erst seit dem 17. Jahrhundert genutzt, davor nur als Heilpflanze.
Wichtigster Produzent und Exporteur ist Belgien vor Frankreich und den Niederlanden.
Die Schwarzwurzel ist eine ausdauernde, winterharte Pflanze; ihre lanzettförmigen, ganzrandigen Blättererreichen eine Höhe von 60-125 cm.
In den Handel kommen zwar nur die Wurzeln, es können aber auch die Blattstiele, Knospen und Blüten in Salaten verwendet werden.

Im erwerbsmäßigen Anbau erfolgt die Ernte im Oktober, sobald die Blätter welken oder absterben.
Die brüchigen Wurzeln müssen vorsichtig mit einer Grabgabel aus dem Boden genommen werden.
Auf den Markt kommen die Schwarzwurzeln von Oktober bis April.
Die Sortierung der Schwarzwurzel nach deutschen Handelsklassen erfolgt nach Mindestlänge (22 cm) und Mindestdurchmesser (15 mm).

Die Wurzeln sollten gerade, möglichst dick, unverletzt und ohne Vergabelung oder Neben wurzeln, außerdem weißfleischig und nicht fasrig oder holzig sein.
Der hohe Gesamtnährwert, nur übertroffen von Erbsen und Bohnen, macht die Schwarzwurzel zu einem hochwertigen Wintergemüse.
Die Schwarzwurzel wird fast ausschließlich als Kochgemüse zubereitet.
Die Schwarzwurzel erreicht bei einem Durchmesser von nur 2-4 cm eine Länge von 30-50 cm.
Sie ist zylindrisch und walzen- bis leicht spindelförmig.
Ihre braunschwarze Schale oder Rinde ist samtartig dick bis korkig.
Das Innere ist fleischig, weich, weiß und reich an weißem Milchsaft.

Vorsicht:
Er verursacht lästige Flecken. Bei Verletzungen tritt dieser Milchsaft aus, wodurch der Geschmack leidet.
Der leicht nußartige, zarte und würzige Geschmack der Schwarzwurzel ähnelt entfernt Spargel.

Spargel

Spargel schmeckt frisch gestochen am besten.
0b Spargel wirklich frisch ist, erkennt man an den noch leicht feuchten Schnittenden und an den knackigen, unverletzten Stangen.

Spargel zählt zu den beliebtesten Frühlingsgemüsen, und das auch schon bei den alten Ägytern, Griechen und Römern.

Man kann drei Gruppen unterscheiden:
Der weiße Spargel wird in aufgeworfenen Erddämmen kultiviert, einzeln von Hand gestochen und ist entsprechend teuer.
Der violette Spargel wächst teilweise im Dunklen, dann im Licht.
Der grüne Spargel wächst im Gegensatz zu Bieichspargel im vollen Sonnenlicht.

Die farbigen Spargelsorten zeichnen sich durch einen kräftigeren Geschmack und höheren Vitamin-C-Gehalt aus.
Beide haben aber auch eine leicht bittere Note.
Beim Bleichspargel sollte man sich beim Putzen genügend Zeit nehmen und ihn sorgfältig und lieber großzügig schälen, aus den Schalen und abgeschnittenen Enden lässt sich eine hervorragende Suppe herstellen.
Grünen Spargel schält man kaum, meist genügt es, das untere Ende abzuschneiden und das untere Drittel dünn zu schälen.

Übrigens:
Frische Spargelstangen quietschen, wenn man sie aneinanderreibt!
Beim Kauf sollten Sie außerdem auf feste, geschlossene Köpfchen und helle, frische Schnittflächen achten.
Sind Letztere schon angetrocknet und bräunlich, dann sollten Sie lieber vom Kauf absehen.
Frischen Spargel von guter Qualität kann man in ein feuchtes Tuch gewickelt einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Spargel vorbereiten und kochen:

1. Den Spargel unter fließendem Wasser waschen und abtropfen lassen.

2. Die Spargelstangen mit einem Schälmesser, Spar- oder Spargelschäler schälen: Unterhalb der Köpfchen beginnen und zum Ende hin etwas dicker schälen.
Bei grünem Spargel nur das untere Drittel schälen.

3. Die harten Spargelenden abschneiden und mit den Schalen für Suppe oder Fond auskochen.

4. Die Spargelstangen mit Küchengarn zu Bündeln von 8 bis 10 Stangen zusammenbinden.
So kann der Spargel leicht aus dem Sud gehoben werden.

5. In einem länglichen Topf Wasser mit Salz und 1 Stück Würfelzucker zum Kochen bringen.
Die Spargelbündel hineinlegen und vom Wasser bedeckt zugedeckt kochen.
Weißer Spargel benötigt 15-20 Minuten, grüner Spargel 10-15 Minuten.

6. Spargel kann auch senkrecht stehend in einem hohen Spargeltopf gegart werden.
Die Spitzen dürfen nicht von Wasser bedeckt sein, sie garen im Dampf.

Spinat

Tatsache ist, dass durch Spinat niemand zum kraftstrotzenden Spinatmatrosen wird, aber gesund ist er auf alle Fälle.
Doch nicht nur die inneren Werte sollten dazu verführen, zu dem zarten Blattwerk zu greifen.
Er schmeckt einfach gut!

So gesund Ist Spinat!
In dem feinen Gemüse stecken reichlich Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium.
Die kalorienarmen Blätter liefern außerdem jede Menge Vitamin C (je nach Sorte und Jahreszeit 40-155 mg pro 100 g Gemüse), Provitamin A und B-Vitamine.
Selbst der Gehalt an Eisen kann sich trotz Korrektur noch sehen lassen (3-4 mg/100 g).

Tipps für die Zubereitung:
Den Spinat verlesen (bei derberen Sorten Würzelchen und feste Blattrippen entfernen).
Die Blätter gründlich waschen und tropfnass in einem Topf bei kleiner Hitze zugedeckt zusammenfallen lassen.
Für den festeren Winterspinat empfiehlt es sich, ihn zu blanchieren.
Das macht ihn zarter und milder.

Ideen für die Spinatküche
Probieren Sie ihn als Salat mit gekochten Kartoffelscheiben, Kirschtomaten, Thunfisch und einer Kräuter-Vinaigrette.
Auch als kalte Vorspeise, gedünstet in Olivenöl und mit Knoblauch gewürzt, ist er ein Genuss.

Alternativ kann er auch als warme Vorspeise zubereitet werden:
Austernpilze oder Champignons in einer Pfanne anbraten und eventuell mit einem Spritzer Balsamessig ablöschen.
Die Spinatblätter kurz in der Pfanne wenden.
Mit den Pilzen anrichten.

Teltower Rübchen

Die kleinen Speiserüben „Teltower Rübchen“ sind eine Zwergform der weißen Rübe.

Sie gedeihen auf sandigen Böden und kommen je nach Aussaat von Mai bis August sowie von Oktober bis Dezember/ Januar auf den Markt.
Ihren Namen haben sie von Teltow in der Mark Brandenburg, dem einzigen Anbaugebiet Deutschlands vor dem Krieg.
Inzwischen werden sie längst in ganz Deutschland angebaut, wenn auch nur in begrenztem Umfang.
Sie galten übrigens schon zu Goethes Zeiten als Delikatesse.
Die kleinen plattrunden Rübchen haben ein zartes, weißes Fleisch und werden als Gemüse zubereitet.

Tomaten

Die Tomate ist ein pures Schmuckstück unter den Gemüsen.

Die Tomate ist vielen das liebste Gemüse auf der Welt – und mancher zählt sie auch zu seinen Lieblingsfrüchten.
Denn mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt und ihrer Balance von Säure und Süße erinnert sie durchaus an saftiges Obst.
Das gilt vermehrt noch für Kirschtomaten, in denen besonders viel an Geschmack und Gesundheit steckt.
Der „Liebesapfel“, wie die Tomate mit Kosenamen heißt oder der „Paradeiser“
wie man sie in Österreich nennt, wurde vor rund 500 Jahren in Amerika entdeckt.
Seitdem ist ihre Vielfalt gewachsen – wie Sie auf den Bildern rechts sehen: neun Tomatentypen auf einen Blick.

Eier- oder Flaschentomaten:

sind typisch süditalienisch und mit ihrem saftigen, süß-säuerlichen Fleisch ideal für Saucen und Salate.

Fleischtomaten:

besitzen viel Fruchtfleisch, das voll ausgereift bei Freilandsorten sehr aromatisch sein kann.
Für Salate und Brote.

Klassische Tomaten:

sind rot, rund und Allround-Talen-te in der Küche.
Sie kommen vor allem aus Holland und Spanien nach Deutschland.

Gelbe Tomaten:

gibt es als Züchtungen in fast allen Sorten. Schmecken süßlicher als die roten.
Dekorativ in kalten Speisen.

Orangefarbene Tomaten:

können wie ihre gelben Verwandten bei vielen Sorten als Züchtung vorkommen.
Hier sind es z.B. kleine Strauchtomaten.

Grüne Tomaten:

sind unreife Früchte, die gebraten eine Delikatesse, roh aberschwer bekömmlichsind.
Es gibt jedoch einige Sorten (Green Zebra, Evergreen), die auch in reifem Zustand grün bleiben und roh gegessen werden können.

Ovale Kirschtomaten:

Eine relativ neue Version der Mini-Tomate, die wie diese verwendet wird.

Strauchtomaten:

verdanken ihren intensiven Duft der grünen Rispe, an der sie verkauft werden.
Sie hält die Früchte dazu länger frisch.

Kirsch- oder Cocktailtomaten:

sind eine eigene Tomatenart, in der das Aroma sowie der Gehalt an Vitamin C und A konzentrierter ist als bei den großen Verwandten.
Gut in Salaten, wegen ihrer Festigkeit auch ideal zum Dünsten, Schmoren und Backen.

Topinambur

Vor dem Siegeszug der Kartoffel im 18. Jahrhundert waren die skurril wachsenden Knollen wegen ihres hohen Nährstoffgehaltes eine bedeutende Gemüsepflanze.

Heute hingegen ist der Topinambur fast exotisch: Er wird bei uns nur in sehr geringen Mengen im Nebenerwerb – hauptsächlich als Vieh futter – angebaut.
Auf den Frischmarkt gelangt der Topinambur lediglich regional begrenzt; ein Großteil der Ernte wandert in die verarbeitende Industrie.
Denn der hohe Zuckeranteil der Knollen macht sie zum idealen Grundstoff für die Fructose-, Sirup-, Alkohol-und Branntweinherstellung.
Bekannt ist der Topinambur auch geröstet als Kaffee-Ersatz, doch nur die wenigsten kennen die delikaten Knöllchen als Gemüse, das roh, gedünstet oder auch gebacken ein Genuss ist.

Wirsing

Wirsing – das Gemüse der kalten Jahreszeit – auch Welschkraut oder Pörschkohl genannt, gehört zu den klassischen Kohlsorten im Herbst und Winter.
Seine Blätter sind krausgewellt und gelappt.
Die Farbe der Deckblätter variiert, je nach Sorte, von dunkelgrün bis zu gelblichgrün.
Sie sagt aber nichts über die Qualität des Gemüses aus.
Wirsing ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Eisen, Calcium, Phosphor und Magnesium.
Provitamin A und Vitamin C, Eiweiß und vor allem auch an den für die Verdauung wichtigen Ballaststoffen.
Sein Geschmack ist arttypisch und kräftig, wobei er im Vergleich zu anderen Kohlsorten ein milderes Aroma hat.

Zucchini

Geschmort, gebraten, gebacken, gegrillt, eingelegt oder frittiert – Zucchini schmecken in jeder erdenklichen Form und Zubereitung.

Die Zucchini sind ursprünglich Abkömmlinge des in Südamerika, Mexiko und Westindien beheimateten Riesenkürbis.
Dies sagt schon der Name: Zucchini ist die Verkleinerungsform von Zucca (italienisch: der Kürbis).
Mit den Spaniern gelangten die Gemüsekürbisse nach Europa, wo sie schnell den gesamten Mittellmeerraum eroberten.

Leicht & gesund
Zucchini sind kalorienarm (pro 100 g nur 19 kcal/80 kJ).
Da die Zucchini üblicherweise mit Schale verzehrt werden, tragen sie in begrenztem Umfang auch zur Ballaststoffversorgung bei (1,1 Prozent Rohfasergehalt).
Darüber hinaus sind Zucchini sehr gute Quellen für den Problem-Mineralstoff Eisen (1,5 mg) sowie für Vitamin B1 (0,2 mg).
In geringfügigem Maße liefern sie auch die Antioxidantien Vitamin Q Provitamin A sowie Selen.

Frische Zucchini sind im Gemüsefach des Kühlschranks bei 7 bis 10 Grad etwa 2 bis 3 Wochen haltbar.
Tiefere Temperaturen führen zu Kälteschäden, die die Früchte weich werden lassen.

Wichtig: Zucchini sollten nicht zusammen mit Obst oder Tomaten gelagert werden, da diese Früchte Reifegase bilden.
Dadurch reifen Zucchini schneller und verderben eher.

Zwiebel

Uralt und immer noch modern, so könnte man die Zwiebel beschreiben. Nachweislich wurden Speisezwiebeln bereits vor mehr als 2000 Jahren in Ägypten kultiviert.
Zu unterscheiden sind Haushaltszwiebeln, die für alle Kochgelegenheiten dienen, Gemüsezwiebeln, die sich besonders für Zwiebelgerichte eignen, und Silberzwiebeln, die vorwiegend eingelegt werden.
Der Spruch: „Hat sieben Häute, beisst alle Leute“ weist auf die Wirkung der Zwiebelöle hin, die sich besonders beim Schneiden verflüchtigen und den Tränenfluss anregen.
Zwiebeln lassen sich vielfältig zubereiten (hacken, braten, kochen, dünsten) und zum Verbessern vieler Speisen nutzen.
Zwiebeln stärkt das Herz-Kreislaufsystem, senken den Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte, wirkt antimikrobiell und blutgerinnungshemmend.

Schalotten

Immer mehr gerät die kleine Zwiebel in Vergessenheit -dabei hat sie so tolle Eigenschaften und ist universell einsetzbar. Zum Beispiel in Salaten und Saucen oder als Gewürz. Sie ist zwar nicht die Schönste unter den Zwiebeln, dafür aber lange haltbar und würzig. Außerdem ist sie gespickt mit wertvollen Vitaminen, Eisen und Kalium. In diesem Fall kommt es aiso nicht aufs Aussehen an. Hier stehen die inneren Werte ganz klar im Vordergrund.