Gemüse (A-N) | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Gemüse (A-N)

Nach Art der Pflanze und den Pflanzenteilen, die verzehrt werden, unterscheidet man:

* Wurzelgemüse (Möhren, Rettich, Radieschen)
* Blattgemüse (Kopfsalat, Spinat)
* Kohlgemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl)
* Zwiebelgemüse (Lauch, Knoblauch, Zwiebeln, Fenchel)
* Fruchtgemüse (Gurken, Tomaten, Kürbis, Paprika)
* Stängel- und Sprossgemüse (Spargel, Rhabarber)

Artischocke (Cynara scolymus)

Schon die alten Ägypter kannten die Artischocke und die Römer schätzten sie als Delikatesse.
Der bis zu zwei Meter hohe Stängel wächst aus einer grundständigen Blattrosette empor.
Für die Zubereitung von Gemüse werden die Blüten geerntet, bevor sie im Sommer bis Herbst zu blühen beginnen.
Als Gemüse zubereitet werden die Blütenböden und die Hüllblätter, der Rest der Pflanze wird nicht verzehrt.
Die jungen, kleinen Artischocken kann man komplett essen, da sie kaum Heu enthalten.

Aubergine

Aus Indien stammend, ist die Aubergine heute in ganz Asien und fast allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimazonen verbreitet.
Auberginen können im Freiland nur in wärmeren Gebieten kultiviert werden, da sie Temperaturen zwischen 22 und 30ºC benötigen.
So ist bei uns der Anbau fast ausschließlich auf Gewächshäuser beschränkt.

Angeboten werden Auberginen rund ums Jahraus den verschiedenen Anbauländern; Hauptsaison für heimische Früchte ist vom Spätsommer bis in den Herbst hinein.

Dieses mehrjährige Nachtschattengewächs, das im Erwerbsanbau nur einjährig kultiviert wird, trägt bis zu 30 cm lange, 5 bis 13 cm dicke und 250 bis 500 g (oder mehr) schwere Früchte.

Während bei uns rundovale, dunkelviolette Auberginen marktbeherrschend sind, variieren Formen und Farben in den Anbauländern beträchtlich.
Es gibt ei- und tropfenförmige, längliche, keulenförmige, gurken- bis schlangenartige Auberginen mit violetter bis fast schwarzer, aber auch grüner, gelber, orangeroter, weiß-grün gestreifter oder weißer Haut.

Entsprechend groß ist die Palette der Rezepte aus aller Herren Länder.
Neben so berühmt gewordenen Gerichten wie der französischen Ratatouille, der griechischen Moussaka oder dem türkischen „Imam bayildi“ gibt es unzählige Zubereitungsmöglichkeiten.

Das vielleicht Schönste an der Aubergine ist ihre Anpassungsfähigkeit: Ihr weißes, sehr mildes Fruchtfleisch verträgt sich mit nahezu jeder anderen Zutat.
Besonders harmoniert es mit kräftiger Würze wie Knoblauch, Zimt, Piment oder duftenden Kräutern.

Gegrillt oder gebacken munden Auberginen vorzüglich mit einer Tomaten- oder Joghurtsoße; füllen läßt sie sich nicht nur mit Rinder- oder Lammhackfleisch sowie mit gemischtem Hack, sondern ebenfalls mit Reis und Pinienkernen, mit einer Käsemasse, mit Pilzen oder auch mit Fisch. Auch in Schmorgerichten sind Auberginen ein Gewinn.

Nur roh essen sollte man sie nicht.
Erstens schmeckt sie dann pappig-fade und zweitens kann das giftige Solanin Magen- und Darmprobleme verursachen.
Übrigens: Durch Salzen werden dem schwammartigen Fruchtfleisch der Auberginen gleichzeitig Wasser und Bitterstoffe entzogen.

Unabhängig von der Färbung der Haut ist das Fruchtfleisch stets weiß; es enthältzahlreiche eßbare Kerne, die ebenfalls milchigweiß sein sollten: bräunlich verfärbte Kerne deuten auf mangelnde Frische oder Überreife hin.
Langes Lagern nach dem Kauf bekommt ihnen nicht, vor allem im Kühlschrank wird die Schale schnell fleckig, und das Fruchtfleisch verfärbt sich bräunlich.
Da Auberginen empfindlich auf das von Früchten und Gemüse ausströmende Ethylengas reagieren, sollte man sie separat aufbewahren.

Blumenkohl

Wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden beginnt hierzulande die Hauptemtezeit für viele Kohlgemüse: Ob Blumenkohl, Brokkoli, Wirsing, Rotkohl, Sauerkraut, Pak Choy- Kohl wird jetzt zu günstigen Preisen verkauft.
Besonders beliebt ist der Blumenkohl.

Er hat in unseren Breitengraden zwischen Juni und Oktober Saison.
„Wenn das Gemüse weiß ist, wurde es so geiüchtet, dass die großen Blatter den Kohl ganz umhüllen“, sagt Antje Gabi von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Ist der Kohl etwas gelblich, hat das keinen Einfluss auf seinen Geschmack, es handelt sich lediglich um eine andere Sorte, bei der die Außenblätter den Blumenkohl nicht ganz umschließen.

Richtig gelagert:
„Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass der Blumenkohl keine Druckstellen oder braunen Flecken hat“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin.
Außerdem sollte der Kopf dicht geschlossene Röschen haben. Auch der abgeschnittene Strunk des Gemüses gibt Aufschluss über die Frische.
„Er sollte keinesfalls zu trocken oder aber matschig sein“, rät Gahl.

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält Blumenkohl problemlos einige Tage; mit Blättern hält er sich länger.
„Wer einen kühlen und trockenen Keller hat, kann den Kohl auch dort lagern“, betont die Expertin.
Wird der Kopf für vier Minuten oder einzelne Röschen für zwei Minuten blanchiert, hart sich Blumenkohl tiefgekühlt für acht bis zehn Monate.

Wer den Blumenkohl vor dem Kochen eine halbe Stunde in Salzwasser legt, kann auf diese Weise eventuelle Raupen entfernen.
Der Kohl bleibt schön weiß, wenn man das Kochwasser zur Hälfte durch Milch ersetzt und das Salz erst nach dem Garen zugibt.
Oder: etwas Essig oder Zitronensaft ins Kochwasser geben.
Der typische Kohlgeruch beim Kochen lässt sich vermeiden, wenn man eine rohe Kartoffel mitkocht.

Brokkoli

Grün, rund und gesund.

Nicht nur die „inneren Werte“ machen dieses Kohlgemüse so beliebt.

Im Ausland sind die Deutschen häufig als „Kohlköpfe“ bekannt, und das zu Recht: Wir sind echte Kohlliebhaber.
So liegen in den heimischen Regionen großflächige Anbaugebiete für China- und Grünkohl, Rosen und Spitzkohl, Weiß- und Rotkohl, Wirsing und Blumenkohl sowie – nicht zu vergessen – Brokkoli.

Diese Kohlart wird besonders häufig verzehrt und bereichert den Speiseplan mit zahlreichen Nährstoffen, geschmacklichen Pluspunkten und breiter Zubereitungsvielfalt.

Wie auch andere Kohlarten, stammt der Brokkoli von der Wildform „Brassica oleracea“ ab, die ursprünglich in Kleinasien beheimatet ist.
Mit dem Siegeszug, den er in übrigen europäischen Ländern angetreten hat, ist auch die Anbauflache in Deutschland angestiegen, um den „Brokkolihunger“ zu stillen.

Da Brokkoli nach der Ernte rasch welk und gelb wird und wichtige Inhalts Stoffe schnell verloren gehen, sollte er nach dem Kauf höchstens 1 bis 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Brokkoli ist äußerst fett-und kalorienarm (nur 28 Kalorien pro 100 Gramm) und eignet sich optimal für eine ausgewogene, energiebewusste Ernährung.

Ein hoher Anteil an Kalium und Eisen, Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamine der B-Gruppe laden zu einem nährstoffgeballten Genuss ein.
Besonders der Gehaltan Vitamin C ist bei diesem Gemüse sehr hoch, denn bereits 100 Gramm Brokkoli decken die Zufuhr zu 100 Prozent.
Kurz in Wasser gedämpft oder gedünstet bleiben Geschmack, Farbe sowie die Inhaltsstoffe am ehesten erhalten und sorgen für gesunden Genuss.

Chili

Chili ist nicht gleich Chili.
Die Schoten kommen getrocknet oder frisch daher, schmecken fruchtig, blumig oder beißend scharf – und peppen ganz unterschiedliche Gerichte auf.

Birdeye
Dieser Chili hat es in sich. Die afrikanische Sorte ist mit dem brasilianischen Malagueta verwandt, der zu den schärfsten seiner Art gehört.
Kleine, längliche rote Schoten. Ähnliches Aroma wie Thai-Cllis.

Chili Pequin
Diese mexikanische Sorte ist eine Zuchform der wilden Chiltepin, aber nicht mit runden, sondern länglichen Früchten.
Die Schoten sind dünnfleischig und feurig-scharf.
Sie verleihen Salsas, Suppen, und Eintöpfen eine pikante Note. Eignen sich optimal zum Trocknen.

Guajillo
Der getrocknete Mirasol aus Südamerika wird unter dem Namen Guajillo verkauft.
Die Schote ist lang, schmal mit stumpfer Spitze.Die haut ist glatt und zäh, mit braunen und kastanienroten Tönen.
Guajillo bietet einen säuerlichen, angenehm bitteren, scharfen Geschmack.
Wird für enchiladas (Tortillas mit Sauce) eingeweicht oder über Eintöpfe gestreut.

Chipotle
So heißt die geräucherte Jalapeno aus Mexiko.
Sie ist braun, runzlig, ledrig und bietet ein feines rauchig- süßes Schokoaroma.
Mittelscharf.
Wird (ganz) zum Würzen von Suppen und Eintöpfen verwendet oder in Saucen (eingeweicht und püriert).

Peperoncini
Die „kleine Paprika“ bezeichnet in Italien alle scharfen Chilis.
Die meist roten Schoten gibt es in unterschiedlichen Formen von rund bis länglich.
Auch die Schärfe variiert enorm, sie reicht von mild bis extrem. Ideal zum Trocknen.
Als Flocken oder zu Pulver gemahlen, peppen sie Saucen (sughi), Salate, Pizzas sowie Wurst und Salami auf.

Cayenne
Eine alte südamerikanische Züchtung mit länglichen, dünnwandigen Schoten. Grün oder rot.
Wird meist getrocknet (wenig Fleisch).
Der Geschmack: beißend scharf; getrocknet mit leicht rauchigen, bitteren Noten.
Cayenne-Chilis sind vielseitig einsetzbar, werden meist geschrotet oder zu Pulver vermählen.

Pimento de Padron
Klassischer spanischer Chili mit grün geernteten mittelgroßen und unregelmäßig geformten Schoten.
Wird als Vorspeise und Tapas serviert (in Olivenöl gebraten, mit Salz bestreut).
Der Schärfegrad kann von Frucht zu Frucht variieren, von mild bis sehr scharf.

Tropical Red Habaneros
Der mexikanische Chili ist extrem scharf, aber mit großartigem tropischfruchtigen Aroma.
Die lampionförmigen, dünnfleischigen Schoten werden roh gegessen oder geröstet zu Bohnen und Saucen gereicht, harmonieren mit Tomate, Limette und Mango.

Thai Chilis
Keine asiatische Küche ohne die scharfen Früchtchen!
Dahinter verbirgt sich ein große Familie.
Die Schoten sind dünnfleischig und bieten ein feines blumiges Aroma sowie eine pikante, nachhaltige Schärfe.
Reife Früchte sind zunächst noch grün, werden dann aber rot.
Harmonieren perfekt mit Zitronengras.

Hot Paper Lantern
Eine neue Variante der Habaneros mit spitz zulaufenden, länglichen, laternenförmigen Schoten.
Etwas milder als die extrem schärfen Verwandten.

Jalapenos
Klassiker aus Mexiko: grasgrün, dickfleischig, rund oder länglich, mit abgerundeter Spitze, mittelscharf.
Werden manchmal geröstet und geschält. Reif und rot schmecken sie süßer und sind weniger scharf.
Es gibt sie sauer eingelegt, auch geräuchert und getrocknet.

Chinakohl

Auch Pekingkohl genannt – ist erst seit wenigen Jahren in unseren Gemüsegeschäften zu haben.
Daher finden Sie in den Kochbüchern nur wenige oder gar keine Rezepte.
Das Kohlgemüse aus Ostasien wird heute vor allen Dingen in Italien und neuerdings auch in der Bundesrepublik angebaut.
Chinakohl gibt’s bei uns von August bis Februar.

Er ist zarter als die anderen Kohlsorten, und sein Aroma und Geschmack ist nicht so deftig.
Dafür ist er aber sehr bekömmlich, vitaminreich und kalorienarm. 100 g Chinakohl haben nur 13 Kalorien.
Für die Schlankheitsdiät ist er sehr gut geeignet.

Zubereitet wird er wie normaler Kohl. Sehr knackig schmeckt er als Salat mit einer pikanten Marinade.
Sie können aber auch leckere warme Gerichte mit Chinakohl zubereiten.

Fenchel

Knolle mit Charakter

Vielen Menschen ist Fenchel besonders als Fencheltee gegen Magen sehn erzen ein Begriff.
Als Gemüse war Fenchel jedoch schon bei den Ägyptern und Römern bekannt und ist nicht nur dort auch heute noch beliebt.
Sein ganz spezieller Figengeschmack ist im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache.
Viele schätzen Gemüsefenchel gerade deshalb, andere dagegen weniger.

Keine Frage des persönlichen Gusto.
Fenchel ist ein außerordentlich gesundes Gemüse, das fast doppelt so viel Vitamin C wie Orangen enthält.

Besondere Würze
Gemüsefenchel schmeckt roh und gekocht.
Roh in Salaten, als Vorspeise und Brotbelag Außerdem harmoniert die Knolle auch mit saurem Obst wie Äpfeln und Orangen.
Da der Anisgeschmack sehr intensiv ist, schneidet man die Knolle am besten in hauchdünne Scheiben.
Gekocht oder gegart harmoniert Gemüsefenchel mit Fleisch oder Fisch.
Auch mit Käse überbacken ist er ein Genuss. Mit seinem mild-anisartigen Geschmack braucht Fenchel kaum noch zusätzliche Würze.
Das frische, vitaminreiche und würzige Grün einer Fenchelknolle sollte man verwenden und fein gehackt auf das fertige Gericht streuen.

Gesundes Innenleben
Neben dem intensiven Aroma hat Fenchel jedoch noch einiges mehr zu bieten.
So ist er beispielsweise reich an den Vitaminen C K oder E sowie an Kalium, Magnesium oder Eisen.
In der Antike schätzte man den Fenchel wegen seiner heilenden Eigenschaften.
Da das Stängelgemüse viele Ballaststoffe und ätherische Öle enthält, wirkt es Verdauungsstörungen wie Völlegefühl und Blähungen entgegen.

Das Gemüse wird hauptsachlich im Mittelmeerraum, aber auch in Deutschland angebaut.
Noch bis zum Oktober sind heimische Knollen im Handel erhältlich.
Frische Ware erkennt man an der weißen Knollenfarbe und dem leuchtenden Blattgrün.
Die frische Knolle lässt sich nicht eindrücken, und die Schnittstellen am Stiel sind nicht eingetrocknet.

Grünkohl

In einigen Gegenden auch Braunkohl genannt – ist ein ausgesprochenes Wintergemüse.

Er wird in der Zeit von November bis März geerntet.
Grünkohl gewinnt erst durch Frosteinwirkung an Feinheit und Geschmack.
Er zeichnet sich durch hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen aus.

Infolge des Zellulosegehalts ist Grünkohl etwas schwer verdaulich. Deshalb ist er bei Magen-und Darmerkrankungen nicht geeignet.
Meist wird Grünkohl schon gezupft, in Plastikbeuteln verpackt, angeboten.
Bei Grünkohl mit Strunk müssen Sie mit 50% Abfall rechnen.

Gurken

Spritzgurke

Auch die Raritäten in der Gurkenfamilie gehören zu der Familie Cucurbitaceae, der Kürbisgewächse.
Die Herkunft der Spritzgurke, auch Teufels- oder Eselsgurke genannt, ist Südeuropa, der Mittelmeerraum und Kleinasien.
Die Blütezeit dauert von Juni bis in den August mit weißer bis ins Hellgrün verwischter Farbe.
Die daraus entstehenden Früchte bleiben klein, sind etwa 4 cm lang und können als dattelförmig beschrieben werden.

In der Pharmazie wird die Spritzgurke als Heilpflanze verwendet.
Sie hat abführende Wirkung und wird äußerlich bei Gelenkschmerzen und Nebenhöhlenentzündung angewandt.

Schwammgurke (lat. Luffa cylindrica)

Das bis zu drei Meter hohe, üppig kletternde Gewächs ist in Nordafrika und in tropischen Ländern Asiens weit verbreitet.
Das Besondere an ihr sind die bis zu 50 cm langen Früchte in dekorativem Grün.
Im zarten Jugendstadium kann man sie wie normale Gurken oder Zucchini als Rohkost oder gedünstet essen.
Kommt die Reifezeit, verhärten sie jedoch bald und sind dann ungenießbar.

Ingwer

Asiatische Powerknolle

Holen Sie sich einen Hauch Fernost in die Küche

Ob in der fernöstlichen Medizin oder der westlichen Kräuterheilkunde – Ingwer gilt seit jeher als „großer Erwärmer“ und Heilmittel gegen viele Beschwerden.
Neben der großen Bandbreite an ätherischen Ölen und Scharfstoffen, die in der gesunden Knolle stecken, hat Ingwer aber auch jede Menge Geschmack.
Die Asiawurzel ist daher auch für die Küche eine kulinarische Bereicherung.
Ingwer riecht sehr aromatisch und hat einen kraftig-scharfen und zugleich zitronig-süßliehen Geschmack.

Feiner Scharfmacher
Als typisches Gewürz der asiatischen Küche passt frischer Ingwer ideal zu Reis- und Currygerichten aller Art.
Eingelegte Ingwerscheiben gehören zu jedem Sushi-Essen dazu.
Auch für Chutneys oder zum Marinieren von Tofu eignet sich der Scharfmacher hervorragend.

Eingemachte Kürbisse und Gurken bekommen durch ihn eine feine Schärfe und säurearme Früchte, wie Aprikosen und Birnen, etwas Pfiff.
Getrockneter Ingwer und Ingwerpulver sind etwas intensiver im Geschmack und genau das Richtige für Desserts oder Weihnachtsgebäck.

Raffinierte Würze
Bei Ingwer macht die verwendete Menge die Raffinesse in den Gerichten aus.
Wer keinen frischen Ingwer zur Hand hat, kann für Herzhaftes auch kandierten Ingwer verwenden.
Durch die enthaltene Süße wird der scharfe Ingwergeschmack in den Gerichten noch harmonischer.

Positiver Nebeneffekt: Die Asiaknolle ist auch noch gesund!
Verantwortlich für die zahlreichen Wirkungen der fernöstlichen Heilpflanze sind ihre ätherischen Öle und vor allem ihre Scharfstoffe wie die Gingerole und Shogaole.

Diese heizen dem Korper regelrecht ein: Sie steigern die Durchblutung, weiten die Gefäße, kurbeln den Kreislauf an und sorgen für ein wohlig-warmes Körpergefühl.

Gleichzeitig hilft die scharfe Wurzel gegen kalte Hände und Fuße, indem sie die Durchblutung der Hautoberflächen fördert.
Die Powerknolle ist daher genau das Richtige für kalte Tage.

Karotte

Auch als Möhre, Mohrrübe oder Gelbe Rübe bekannt, gehört zu den Doldenblütlern, lat. Apiaceae.
Die Kulturform stammt von der Wilden Karotte ab, die oft an Wegrändern wächst.
Mittlerweile gibt es mehr als 50 verschiedene Sorten mit gelben, orangen, weißen oder schwarzen Wurzeln in unterschiedlichen Größen und Formen.

Karotten sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A.
Sowohl roh als auch gekocht sind diese Wurzelgemüse wichtige Vitaminspender.
Sie enthalten viele Mineralstoffe (Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen) und Vitamin C.

Außerdem tragen sie zur Versorgung mit Ballaststoffen bei.
Damit das Carotin wirksam ist, sollten Karotten stets mit Öl oder Fett zubereitet werden.
Durch den hohen Pektingehalt dienen gekochte Karotten auch zur Behandlung von Durchfallerkrankungen.

Kartoffel

Die Kartoffel gehört zu den wichtigsten und preiswertesten Grundnahrungsmitteln.

Für unsere Ernährung spielt der Gehalt an wertvollen Nährstoffen, aber auch die leichte Verdaulichkeit und vielseitige Verwendung eine große Rolle.

Folgende Nährstoffe sind enthalten:
Reichlich Kohlenhydrate in Form von reiner Stärke. Der Anteil an pflanzlichem Eiweiß ist zwar nicht hoch, gilt aber als besonders hochwertig.
Sehr wichtig ist der Gehalt an Vitaminen (A, B1, B2 und C) und Mineralstoffen, besonders an Kalium und Phosphor, aber auch an Kalzium und Eisen.
In 100 g Kartoffeln sind 85 Kalorien/356 Joule.

Damit die Kartoffeln bei der Zubereitung möglichst wenig ihrer wertvollen Inhaltsstoffe verlieren, sollten Sie folgende Tips beachten:
Schälen Sie Kartoffeln so dünn wie möglich; die Vitamine sitzen dicht unter der Schale.
Kartoffeln möglichst in der Schale kochen, am besten dämpfen.

Immer erst kurz vor dem Kochen schälen und niemals über Nacht im Wasser liegenlassen.
Wenig und erst kurz vor dem Kochen zerkleinern.

Wenn Sie elektrisch kochen, empfehlen wir Ihnen für Salz-und Pellkartoffeln folgende Kochmethode:
So viel Wasser einfüllen, daß nur zwei Drittel der unteren Schicht in der Flüssigkeit liegen.
Gießen Sie das Kochwasser nicht weg.
Es läßt sich gut für Soßen und Suppen verwenden.

Klettenwurzel

Eßbare Klettenwurzel, Japanische Klettenwurzel (Arctium lappa var. edule), engl. edible Burdock, Japan. Gobo.

Während die Große Klette (Arctium lappa) bei uns nur wild vorkommt und nicht gegessen wird, wird die Japanische Klettenwurzel vor allem in Japan, Taiwan und auch in Kalifornien als Gemüse kultiviert.

Die Japanische Kletten wurzel gelangte vor über 1000 Jahren von China aus nach Japan, wo sie noch heute ein traditionelles, wegen ihres Faserreichtums geschätztes, kalorienarmes Nahrungsmittel ist.

Daneben besteht eine abführende, harntreibende und ausschlaghemmende medizinische Wirkung.
Auf dem deutschen Markt ist sie ein wenig bekanntes Gemüse und nur manchmal bei einem asiatischen Gemüsehändler zu finden.
Während die Wurzeln der Großen Klette bei uns nur etwa 40 cm lang werden, erreichen die japanischen Kultursorten Längen von bis zu 1 m.

Die Klettenwurzel ist eine krautartige, kräftige, reichverzweigte Pflanze, deren große, breite, meist eiförmige und ungeteilte Blätter auf kahlen Stielen stehen.

Die jungen Blattstiele können zwar gegessen werden, in erster Linie ist jedoch die lange, fleischige Wurzel, die der Schwarzwurzel ähnelt, der als Nahrungsmittelinteressante Pflanzenteil.
Darüber hinaus kann aus der Kletten wurzel Öl für die Kosmetikindustrie („Klettenwurzelhaaröl“) gewonnen werden.

Kohlrabi

auch als Oberkohlrabi oder Oberrübe bekannt – gibt’s ab Februar/März aus Gewächshäusern.
Im Juni und Juli sind die Haupterntezeiten auf den Feldern.

Kohlrabi wird mit weißer (zartgrüner) und mit blauer Schalenfarbe angeboten.
Die weißschaligen haben meist eine kürzere Entwicklungszeit. Bei rechtzeitiger Ernte sind sie besonders zart.
Bei späterer Ernte oder etwas längerer Lagerzeit wird weißer Kohlrabi schneller holzig als blauer.

Wichtig für die Zubereitung ist:
Verwenden Sie auch die zarten Knollenblätter, denn der Gehalt an Karotin, Vitamin C und Phosphor im jungen Blatt ist doppelt so hoch wie in der Knolle.
Geeignet für Gemüse, Suppen, Eintöpfe und Salate.

Kürbis

Rund um den Kürbis

Damit Sie bei den vielen Kürbissorten nicht den Überblick verlieren, haben wir aus den über 800 bekannten Sorten sechs herausgesucht, die an den Gemüseständen oft angeboten werden.
Wir sagen Ihnen, wie Sie das Beste aus ihnen rausholen.

Early Butternut:

Beliebter Kürbis mit sehr hohem Fruchtfleischanteil.
Süßlich-nussig im Geschmack, zudem besonders reich an Carotin und wegen seiner Birnenform ideal zum Füllen.

Gelber Zentner:

Ihn gibt’s jetzt fast überall: der typische Kürbis aus Omas Garten.
Wegen seines neutralen Geschmacks und hohen Fleischanteils ist der Riese (bis 50 cm ) sehr beliebt.

Hokkaido-Kürbis:

Geschmacklich ist der kleine Kerl (15-25 cm 0) einer der besten Kürbisse überhaupt.
Praktisch: Seine Schale, ob grün oder orangefarben, ist so dünn, dass man sie mitessen kann.

Muskat-Kürbis:

Die stark gerippte Schale dieses Kürbisses, der bis zu 20 kg auf die Waage bringen kann, ist braun-grün, sein Fruchtfleisch leuchtend orange.
Es schmeckt leicht nach Muskat.

Spaghetti-Kürbis:

Eine Spezialität, die häufig auf Märkten angeboten wird.
Der aus Japan stammende Spaghetti-Kürbis heißt so, weil das Fruchtfleisch mitzunehmender Reife spaghettiähnliche Fäden bildet, die sich nach dem Kochen deutlich voneinander lösen.
Das Fruchtfleisch schmeckt nussig und wird auch wie Pasta serviert: z.B. mit Tomatensauce oder als Salat.

Summer Squash:

Das weiße, Teste Fruchtfleisch ist hocharomatisch, wenn der Kürbis jung (bis 300 g) geerntet wird.
Dann kann man auch die Schale essen.
Mit zunehmender Reife verflacht das Aroma.

Sweet Dumpling:

Klein (8-10 cm ) und sehr dekorativ, dennoch nicht bloß zur Zierde geeignet.
Sein Fruchtfleischanteil ist zwar gering, besticht aber durch feines Maronen-Aroma.

Mangold

Der eiweiß- und mineralstoffreiche Mangold ist auch in Deutschland nach langer Zeit wieder im Kommen, in ganz Süd- und Mitteleuropa ist er ein beliebtes und oft angebautes Gemüse.
Blattmangold entwickelt relativ kleine, breite Blätter und schmale Blattstiele.
Stielmangold besitzt große Blätter und fleischige, bis zu 10 cm lange Stiele.
Die Hauptangebotszeit reicht vom Frühjahr bis in den Herbst.

Meerrettich, Kren, Bauernsenf, Rachenputzer

So unscheinbar die gelbbraune Wurzel wirkt – sie hat es in sich!
Die in hoher Konzentration enthaltenen schwefeligen Senföle sorgen für Schärfe und das charakteristische Aroma.
Frisch gerieben schmeckt er am intensivsten, denn schon nach kurzer Zeit verfliegen die ätherischen Öle und das Aroma verflacht.

Die Heimat des Meerrettich, Kren oder Meerrettig, ist Ost- und Südosteuropa, wo er noch heute große Bedeutung hat.
In Deutschland dagegen ist der Anbau stark zurückgegangen. Zwei Drittel des Verbrauchs werden durch Importe gedeckt.

Meerrettich ist bei uns seit dem 12. Jahrhundert wegen seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen sowie an antibiotisch wirkenden Stoffen als Heil- und Gewürzpflanze bekannt.
Der verwendete Teil der bis zu 1 m hohen Staudenpflanze ist ihre tief in den Erdboden reichende Wurzel.
Meerrettich ist frosthart und daher sehr gut lagerfähig.

Man erntet ihn im Herbst, Winter und Frühjahr.
Ideal: frisch gerieben zu gekochtem Rindfleisch, Würstchen, Salaten und Fisch.
Auch gut: in warmen und kalten Soßen, zu hartgekochten Eiern.
Ungeeignet als Kochgemüse, da er sein Aroma verliert.