Crepes & Pfannkuchen | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Crepes & Pfannkuchen

Ein hauchdünner und duftender Crepe mit cremiger Schokoladenfüllung oder einer Mütze aus Puderzucker ist für viele der Höhepunkt des Volksfestbesuchs.
Wer auch zu Hause nicht auf den schmackhaften Genuss verzichten möchte, kann sich seine Lieblingscrepes auch ganz einfach selbst zubereiten.
Die Möglichkeiten reichen dabei von unzähligen erprobten Klassikern bis zu fantasievollen Eigenkreationen.

„Es gibt unendlich viele leckere Dinge, die sich hervorragend zu Crepes kombinieren lassen, und fast nichts, was nicht dazu schmeckt“, sagt Christiane Kührt, Autorin des Buches „Waffeln und Crepes – süß und herzhaft“.
Angefangen von verschiedenen Gemüsesorten, Hackfleisch, Huhn, Salat oder Thunfisch, passen natürlich auch süße Sachen hervorragend in die leckere Teigumhüllung.
Wie ein perfekter Crepe zu sein hat, entscheidet der persönliche Geschmack.

Dick oder dünn?

Viele mögen ihn hauchdünn, andere lieben ihn etwas dicker.
„Manche bevorzugen einen Teig mit mehr Eiern oder mit mehr Mehl“, sagt die Expertin.
Werden mehr Eier im Teig verarbeitet, dann schmecken die Crepes üppiger, mehr Mehl macht sie fester.
„Wenn die Crepes später eingerollt werden, sollte man daher nicht zu viel Meh! nehmen.“
Auch die Wahl von Milch oder Wasser als Basiszutaten bestimmt Geschmack und Konsistenz des Teigs.

„Für herzhafte Crepes eignet sich die Zubereitung mit Wasser fast besser, je nach persönlichem Gusto können aber auch beide gemischt werden.“
Wer seine Crepes etwas abwandeln will, kann auch Zutaten wie süße Sahne, Sauerrahtn oder Jogurt in die Teigmischung geben.
„Diese Milchprodukte passen besonders gut zu süßen Crepes, schmecken aber auch zu den Pikanten nicht übel“, sagt die Kochbuchautorin.
Als besonderes Extra können zu den herzhaften Kreationen auch Kräuter unter den Teig gemischt werden.

Die Pikanten

Klassiker unter den pikanten Crepes sind Kombinationen mit Spinat und Käse, Pilzen oder Frischkäse.
Etwas ungewöhnlicher aber nicht minder lecker sind die Mischungen aus asiatischem Gemüse, aus Tomaten und Schafskäse oder als Thunfisch und Bohnen.
„Wer seine Gäste mal mit etwas Besonderem verwöhnen möchte, kann auch Lachs und Fenchel einrollen.
Besonders edel sind auch Crepes mit gebratenem Kaninchenfilet, Feldsalat und Balsamico Essig“, verrät die Autorin. Wenn es mal schnell gehen soll, schmeckt auch ein angemachter Kopfsalat sehr lecker als Füllung.

Pikante Crepes eignen sich auch gut als kalte Partyhäppchen.

Dabei sollte die Füllung nicht zu suppig sein und sie sollte sich auch gut einrollen lassen.
Passend ist zum Beispiel ein Belag aus Frischkäse oder aus Spinat und Parmesan“, sagt Kührt.
Nachdem der Crepe gerollt ist, wird er quer in kleine Stücke geschnitten und auf einer Platte angerichtet.
Ein weiterer Hit am Büfett sind die so genannten Crepe-Wraps. „Wenn Sie den
Crepe samt Füllung zusammengerollt haben, schlagen Sie das untere Ende in ein Stück Butterbrotpapier ein, das ergibt tolles Fingerfood.“

Die Süßen Crepes sind natürlich auch in ihrer süßen Form in unzähligen Varianten zu haben.

„Sie schmecken mit Marmelade, selbst gemachten Fruchtpürees, Schokoladencreme, Eis, Sahne oder einfach auch mit Zimt und Zucker“, sagt Kührt.
Etwas Besonderes ist eine Kreation aus Mohn und Marzipan oder auch der flambierte Klassiker Crepe Suzette mit frischen Orangen und Orangenlikör.
Zum Flambieren wird der Likör separat in einem kleinen Ffännchen erhitzt, angezündet und anschließend vorsichtig über die heißen Crepes gegossen.

Die Zubereitung:

Die verführerischen Rollen oder gefalteten Dreiecke gelingen am besten in einer beschichteten Pfanne, da sie sich darin leichter wenden lassen. „Wer oft Crepes macht, kann sich auch eine spezielle Crepes-Pfanne mit extra niedriqem Rand zulegen“, empfiehlt Kührt.
Ansonsten braucht man für die Zubereitung nur eine Rührschüssel und einen Schneebesen.

„Der Teig kann auch im Mixer gerührt werden, so bekommt er mehr Luft ab und geht nachher in der Pfanne zusätzlich auf“, erklärt die Kochbuchautorin. Wer einen klassisch dünnen Crepe möchte, sollte die Zutaten also nur kurz mit einem Schneebesen verquirlen.

Zum Aushacken sollte man am besten Butterschmalz verwenden. „Butter wird zu schnell braun und das Schmalz ist im Vergleich zu Öl geschmacksneutral“, sagt Kührt. Bis der Crepe fertig ist, dauert es je nach Ofen und Pfanne etwa drei Minuten pro Seite. „Erwärmen Sie das Butterschmalz bei mittlerer Hitze, achten Sie aber darauf, dass es nicht zu heiß wird, da der Crepe sonst schnell anbrennen kann“, sagt die Expertin.

Danach wird etwa ein großer Suppenschöpfer voll Teig in die Pfanne gegeben.
„Wenn die Masse am Rand der Pfanne fest geworden ist, können sie den Crepe vorsichtig wenden und noch mal so lang backen.“
Der beste Tipp für ein goldgelbes Ergebnis ist, vor dem Backen etwas flüssige Butter unter den Teig zu mischen.