Brot | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Brot

Seit die Menschen Getreide anbauen backen sie auch Brot.
Viele gute Gründe sprechen für Brot, die wichtigsten Lieferanten von Stärken und Kohlenhydraten.
Auch Eisen, Vitamine der B-Gruppe machen aus Brot ein rundum gesundes Nahrungsmittel.

Unverpacktes Brot hält sich am besten in sauberen, luftdichten und trockenen Kunststoffbehältern oder -beuteln.

Ciabatta

Beliebtes italienisches Weißbrot, bedeutet (wegen seiner Form und Farbe) übersetzt „Pantoffel“. Aus Weizenmehl und Olivenöl. Dünne, feste Kruste.
TIPP: Kurz geröstet, mit etwas Olivenöl beträufelt und mit Knoblauch eingerieben ein Gedicht.

Vollkornbrot

Aus mindestens 90% Vollkornschrot oder Vollkornmehl hergestellt, d.h., alle Bestandteile des Getreidekorns -Randschichten, Keimling und Stärkekörper – sind enthalten. Sehr saftig, sehr kräftig und gut eine Woche haltbar.

Knackebrot

Ursprünglich aus Skandinavien. Dünnes Fladenbrot mit maximal 10% Wassergehalt. Gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. als Weizen-, Roggen- oder Vollkornknäckebrot. Sehr ballaststoffreich und -trocken gelagert – etwa 2 Monate haltbar.

Graubrot

In der Regel handelt es sich bei Graubrot um ein Weizenmischbrot (s. Mischbrot) mit dünner Kruste. Sein mild-herzhafter Geschmack und die weiche Krume (das Brotinnere) sind äußerst beliebt. Schmeckt zu Suppen und mit würzigen Brotaufstrichen.

Pumpernickel

Besonders in Westfalen beliebtes dunkles,
fast schwarzes Brot aus mindestens 90 % Roggenvollkornschrot. Wird in Dampf¬kästen zubereitet, also mehr gedämpft als gebacken. Keine Kruste, bittersüßlicher Geschmack. Ideal für Canapes.

Holzofenbrot

Aus dem Holzofen kommen hauptsächlich
Roggenmischbrote aus Sauerteig sowie Weizenmischbrote. Das Backen bei über 300 Grad sowie ein besonderer Ofenboden, der die Feuchtigkeit des verbrannten Holzes speichert, sorgen für eine knusprige, dunkle und dicke Kruste.

Baguette

Französische Spezialität. Weizenbrot mit krasser, goldbrauner Kruste in typischer
Stangenform. Der Teig ist locker und großporig – dank einer (zeit-)aufwändigen Teigverarbeitung. Geschmacklich sehr mild. Passt hervorragend zu Käse und Wein.

Mischbrot

Besteht aus Weizen- und Roggenmehl.
Bei 50-89% Weizenmehlanteil spricht man von Weizenmischbrot, bei entsprechendem Roggenmehlanteil von Roggenmischbrot.
Roggen sorgt für kräftigen Geschmack. Weizenmehl macht den Teig hell und mild.

Weizenbrot

Das typische Weißbrot besteht aus mindestens 90% Weizenmehl. Sehr mild, mit zarter Krume. Nur kurz haltbar, schmeckt ganz frisch am besten. Beliebt als Frühstücksbrot und als Beilage zu Salaten oder Nudelgerichten.

Fladenbrot

Bekannt aus orientalischen Lebensmittelgeschäften. Flaches, rundes Weizenbrot, häufig mit weißen und schwarzen Sesamkörnern bestreut. Weiche Krume, sehr mild, durch den Sesam exotisch nussig. Wird oft gefüllt als Snack angeboten.

Sonneblumenbrot

Gibt es als Misch- oder Vollkornbrot. Die Kerne sind im Teig verarbeitet und werden häufig auch auf das Brot gestreut. Je höher der Weizenanteil im Brot, umso intensiver kommt das nussige Aroma der Sonnenblumenkerne zur Geltung.

Roggenbrot

Besteht aus mindestens 90 % Roggenmehl. Je dunkler die Krume, umso höher der Nährstoffanteil. Kräftig aromatisch im Geschmack. Gut haltbar. Sehr lecker mit würzigem Belag wie Wurst und Käse, aber auch pur zu kräftigen Suppen.

Grahambrot

Nach einem Rezept des amerikanischen Arztes Graham hergestelltes Brot aus mindestens 60% Graham-Schrot (Weizenvoll-kornschrot). Enthält Hefe und oft bis zu 10% Roggenmehl. Durch geringen Kochsalzgehalt gern bei Diäten empfohlen.

Schuttelbrot

Südtiroler Spezialität. Dünnes Fladenbrot aus Roggenmehl, Sauerteig und verschiedenen Gewürzen wie Kümmel, Fenchel und Anis. Wird vor dem Backen mittels Brettchen „flach geschüttelt“, daher der Name. Am besten pur zu Käse und Speck.

Kartoffelbrot

Spezialbrot, das in der Regel aus Weizen, Roggen, Kartoffeln und Buttermilch hergestellt wird. Feinporige, saftige Krume mit mild-aromatischem Geschmack. Hält sich bis zu 5 Tage. Allein schon mit Butter bestrichen ein Genuss.

Toastbrot

Kastenweißbrot mit relativ hohem Fett¬anteil. Weiche, dünne Kruste und etwas zähe Krume. Geröstet ein beliebtes Frühstücksbrot.
TIPP: Rand abschneiden, Brot toasten, mit Ausstechern in Form bringen – dekorativ für Büffets und in Suppen.

Brezel

Um ihre Entstehung ranken sich viele Legenden.
Eine erzählt, dass ein armer Bäckergeselle um die Hand der Tochter seines Meisters anhielt.
Der – wenig erfreut über dieses Ansinnen – forderte: „Schaffe mir ein Gebäck, durch das dreimal die Sonne scheint, und du sollst meine Tochter haben!“
Und von der Liebe inspiriert erfand der junge Mann die Brezel.

Wahrscheinlich entstand die Brezel jedoch weniger aufgrund der Forderungen eines unwilligen Brautvaters, sondern im 9. Jahrhundert als kultische Abwandlung des römischen Ringbrotes.

Der Ursprung des Begriffes liegt im lateinischen Wort für Arm „bracchium“, da die Brezelform an die vor der Brust gekreuzten Arme betender Mönche erinnert.Zum Begrüßungsschluck reichte man in Südbaden schon vor zweihundert Jahren dem Gast gerne kleine knusprige Salzbrezeln.
Die Hausfrau fertigte diese damals in mühsamer Handarbeit und bevorratete sie, um dem Besuch jederzeit etwas Leckeres anbieten zu können.

Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Bäckergeselle Karl Frieder Mayer aus Kandem die zündende Idee: Er nahm den Hausfrauen die zeitraubende Kleinarbeit ab, buk in seiner Freizeit die beliebten kleinen Brezeln, reihte je 23 Stück auf eine anschließend zum Ring geschlossene Schnur und bot das knappe Doppeldutzend so der begeisterten Kundschaft feil.Das Geschäft florierte so gut, dass Karl Frieder Mayer von dem Nebenerwerbsgewinn seinem Meister die Bäckerei abkaufen konnte.
Damit legte der findige Kanderner den Grundstein zu einem bis heute bestehenden Traditionsbetrieb.

Von der Gründung der Brezelbäckerei bis zum 2. Weltkrieg waren tagtäglich bis zu einhundert Frauen damit beschäftigt, feine Teigröllchen zu formen und diese zu kleinen Brezelchen zu schlingen.
Aber dann machte Karl Frieders Sohn Willi, der Firmengründer von Mayka, eine bahnbrechende Erfindung: Er entwickelte eine Maschine, die die Herstellung von Minibrezeln in größerem Umfang zuließ und deren Prinzip bis heute die maschinelle Brezelfertigung beherrscht.

Vor 10 Jahren hat Mayka in Schliengen, wenige Kilometer von Kandem entfernt, eine neue Heimat gefunden.
Hier werden in einer modernen, rundum ökologisch ausgerichteten Produktionsstätte leckere Salz-, Vollkorn-Sesam- und Bio-Dinkel-Brezeln, feine Sticks sowie andere krosse Knabberköstlichkeiten für Südbaden und die ganze Welt hergestellt.