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Vitamingehalt unserer Nahrungsmittel

Die Vitamine sind Wirk- und Reglerstoffe des Lebensreiches, die im menschlichen Körper unentbehrlich sind.
Es handelt sich zwar um recht geringe Bedarfsmengen, doch sind diese lebenswichtig, da bei ihrem Fehlen im menschlichen Körper Mangelkrankheiten oder Avitaminosen entstehen.

Vitamin A
Dieses Vitamin benötigt der Körper, um die Haut, insbesondere auch die Schleimhaut, in ihrem Bau und in ihrer Arbeitsweise gesund zu erhalten.
Vitamin A ist ein Hautschutzvitamin. In reiner Form kann es vor allem aus den Leberölen des Heilbutts und der Makrele gewonnen werden.
Eine chemische Vorstufe des Vitamins A findet sich in der Natur in Form der sogenannten Provitamine z. B. in Karotten und grünen Pflanzen.
Mangel an Vitamin A führt zur Widerstandsverringerung der Haut, zu Verhornungen, Wachstumshemmung des Organismus, Widerstandslosigkeit gegenüber Ansteckungen, Nachtblindheit.
Der tägliche Bedarf an Vitamin A beträgt bei Bezug des Vitamins A aus tierischen Nahrungsmitteln etwa 2—3 Tausendstelgramm, bei Bezug aus pflanzlichen Nahrungsmitteln etwa 4—6 Tausendstelgramm.
Bei gemischter Nahrung nehmen wir den täglichen Bedarf an Vitamin A zu etwa 5 Tausendstelgramm an.
Tierische Nahrungsmittel enthalten als Vorstufe des Vitamins A das Provitamin A als Karotin.
Im menschlichen Körper vervollständigt sich dieses Provitamin A zu wirksamem Vitamin A.

Vitamin B
Da es verschiedene Vitamine B gibt, wurde eine Aufteilung in Vitamin B 1, B2, B3, B4, B5, B6, B7 vorgenommen.
Für den Menschen sind vor allem die Vitamine B1 und B2 lebenswichtig.

Vitamin B1 kommt in Hefe, Reiskleie, Getreidekeimlingen und in vielen Pflanzen vor, ferner im Schweinefleisch und inneren Fischorganen. Mangel an Vitamin B1 führt im menschlichen Körper zur Unfähigkeit, die in der Nahrung aufgenommenen Stärkezuckerstoffe (Kohlehydrate) richtig zu verarbeiten.
Es treten Schädigungen des Nervensystems und des Herzens auf. Eine bekannte, aus Mangel an Vitamin B1 entstehende Krankheit ist die Beri-Beri-Krankheit, für die eine Lähmung der Beine (Hahnentritt), oft auch Schwellung der Waden charakteristisch ist.
Dazu treten Störungen im Verdauungsapparat auf. Der Tagesbedarf beträgt 1—2 Tausendstelgramm Vitamin B1.
Da das Vitamin B wasserlöslich ist, wird beim Kochen der Lebensmittel häufig viel Vitamin dem Nahrungsmittel entzogen und gelangt ins Kochwasser, das dieserhalb möglichst verwendet werden soll.

Das Vitamin B2 führt auch die Bezeichnung Lactoflavin und wird in erster Linie aus Kuhmilch gewonnen.
Es ist hitzebeständig und kommt auch in Leber und Niere von Tieren, in den inneren Organen der Fische, ferner in Hefe und Kornkeimlingen vor.
Mangel an Vitamin B2 führt zu Wachstumsstillstand, Haut- und Haarveränderungen.
Der menschliche Tagesbedarf beträgt etwa 2—4 Tausendstelgramm.

Zu der Vitamin B-Gruppe zählen wir ferner den sogenannten PP-Faktor, einen Pellagraschutzstoff.
Pellagra zeigt sich als Krankheit in Begleitung mit schweren Hautveränderungen.
Auch kann der Kranke das Sonnenlicht nicht mehr ertragen. Der menschliche Tagesbedarf an PP-Faktor beträgt etwa 75 Tausendstelgramm.

Vitamin C
Das Vitamin C können wir als skorbutverhütendes Vitamin bezeichnen.
Es ist in der lebendigen Natur weit verbreitet, so daß der Mensch bei natürlicher Ernährung keinen Mangel daran hat.
Ausfall an frischem Gemüse und Obst verursachen als Mangelkrankheit den Skorbut, der besonders die Seefahrer heimsucht.
Die Haut wird blaß und brüchig. Hochgradige Muskelschwäche tritt auf.
Müdigkeit, Herzklopfen, Atemnot, Blutungen um die Gelenke, Lockerung der Zähne, Anfälligkeit gegenüber ansteckenden Krankheiten sind auf Mangel an Vitamin C zurückzuführen.
Das Vitamin C unterstützt auch wesentlich die wichtige Tätigkeit der inneren Drüsen bei ihrer Hormonerzeugung.
Die Herstellung des reinen Vitamin C gelingt durch geeignete Verarbeitung von grünen Paprikaschoten, Zitronen, Orangen, Hagebutten, Kresse.
Der menschliche Tagesbedarf an Vitamin C beträgt 50—60 Tausendstelgramm.

Vitamin D
Das Vitamin D ist das Rachitisabwehrende Vitamin.
Es mobilisiert im Organismus den Kalk und begünstigt seine Verbindung mit Phosphorsalzen zur knochenbildenden Substanz.
Eigenartig ist, daß sich gewisse Vorstufen dieses Vitamin D in der Haut unter der Einwirkung von Sonnenlicht zu Vitamin D ergänzen.
Es ist in Fischleberölen und Fischkörperfetten, in Butter, Eier und Milch vertreten.
Gegenüber Kochen, Konservieren ist das Vitamin D unempfindlich.
Erst bei langer Lagerung der Lebensmittel entstehen Verluste an Vitamin D.
Durch Bestrahlen der Milch mit ultravioletten Strahlen (künstliche Höhensonne) hat man die Milch mit Vitamin D angereichert.
Lebertran ist eine günstige Quelle für Vitamin D.
Der menschliche Tagesbedarf beträgt 8-10 Millionstelgramm.

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