Österreichische Küche | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Österreichische Küche

Österreichische Küche

Spricht man von Österreich, so denkt man an Mozart und Schubert, an Salzburg und Wien, an die Hofreitschule und Walzerklänge von Strauss und Zithermusik im gemütlichen Weinkeller. In keinem anderen Land werden Musik und leibliche Genüsse so selbstverständlich und innig miteinander verbunden wie im Herzen der alten k.u.k.-Monarchie. Musik ist für den Österreicher die selbstverständlichste Art, sich gesellig auszudrücken: zu Hause, im Restaurant, im Kaffeehaus, aber auch auf dem Donaudampfer, im Festzelt oder in der lauschigen Weinlaube.

Der Österreicher hasst Disharmonie, nimmt sich gerne Zeit, zum Leben und natürlich auch zum Essen. Geschickt nimmt er Anregungen der angrenzenden Landesküchen auf, macht sie sich so zu eigen, dass sie nicht mehr als fremd empfunden werden. Mehr als dreißig verschiedene Arten der Kaffeezubereitung sind heute bekannt – wer denkt haute dabei noch an die vergessenen Kaffeesäcke der Türken?

Apfelstrudel

Der Apfelstrudel – ursprünglich wurde er in Ungarn gebacken! Das weltberühmte Wiener Schnitzel hingegen kam über Mailand von Spanien. Die Vorliebe für Süßes brachten die Kreuzritter aus arabischen Ländern mit, schließlich führten jahrhundertelang bedeutende Gewürzstraßen über die Metropole. Doch hieße es die Dinge verkennen, würde man den Österreichern nicht ihre eigenen kulinarischen Kreationen zubilligen.

Nirgendwo sonst in der Welt weiß man Rindfleisch auf so vielerlei Weisen und so saftig zuzubereiten, nirgendwo kann die Vielzahl hervorragender Mehlspeisen übertroffen werden. Und dabei spielt das Mehl bei diesen gehaltvollen, oft warm servierten Nachspeisen eine sehr untergeordnete Rolle. Sehr oft wird es durch feingeriebene Mandeln ersetzt. Linzer- und schokoladenglänzende Sachertorten tragen Wiener Ruhm in die ganze Welt.

Schmarrnvariationen

Über ein Dutzend unterschiedlicher Schmarrnvariationen beglücken Generationen von Leckermäulern, ganz zu schweigen von den köstlichen puderzuckerbestäubten Palatschinken, gefüllten Knödeln und duftigen Nockerln, die zum Abschluss von deftigen Mahlzeiten aufgetragen werden.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich die Mozartkugeln und hausgebackener Honigkuchen, und zur Weihnachtszeit sollt ein Kletzenbrot nicht fehlen. Es besteht aus getrockneten Früchten und vielen geheimnisvollen Gewürzen und wird um so besser, je länger es lagert. Gönnen muss man sich in Österreich auch ein Glaserl Wein in einer der gemütlichen Heurigenschenken, der Schrammelmusik lauschend.

Österreichische Sosse

Rezept für 4 Portionen:

Bechamelsoße
Sahne
Mandeln
Meerrettich
Cayennepfeffer
Zucker

1. Eine Bechamelsoße nach Rezept zubereiten.
Etwas Sahne hinzufügen.

2. Kurz vor dem Servieren geriebene Mandeln, Meerrettich, eine Prise Cayennepfeffer sowie etwas Zucker einmischen.

3. Beigabe zu Gemüse und geschmortem Fleisch.

Österreichische Krautzweckeln

Rezept für 4 Portionen:

Nudelteig aus 500 g Mehl
1 kleiner Kopf Weißkraut
4 Eßl. Butter oder Schmalz
1 Zwiebel
Salz
Pfeffer
Zucker

1. Das Kraut fein hobeln und waschen.
In einer Kasserolle das Fett erhitzen, das gesalzene Kraut und die geschnittene Zwiebel beigeben und im Fett wenden, bis es sich gesetzt hat.

2. Mit soviel Wasser übergießen, daß der Inhalt eben davon bedeckt ist und zugedeckt auf kleiner Flamme weichdämpfen.
Ist das Wasser verkocht, den Deckel abnehmen, das Kraut mit reichlich Pfeffer bestreuen und unter häufigem Wenden weiterdämpfen, bis es glänzend und fett aussieht.

3. Einen Nudelteig herstellen.
Die Nudelkuchen in verschobene Vierecke schneiden und nach dem Trocknen in Salzwasser weichkochen.
Auf einer heißen Platte lagenweise die Nudeln und das Kraut anrichten, nach Belieben noch mit zerlassener Butter übergießen.
Dick mit Zucker bestreut, schmeckt das Gericht besonders gut.