Lavendel | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Lavendel – eine kulinarische Entdeckung

Lavendel, der lilafarbene Alleskönner, sieht dekorativ aus, duftet angenehm und wirkt entspannend. Zudem bekämpft das blaue Kraut erfolgreich Motten und Blattläuse. In der Küche ist Lavendel noch wenig bekannt, aber auch hier kann es seine zahlreichen Fähigkeiten voll entfalten.

Ob als Tee gegen Blähungen und Magen-Darm-Beschwerden oder als Gewürz für Suppen, Eintöpfe und Gerichte mit Hammelfleisch – Lavendel macht immer eine gute Figur.

Um immer Lavendel vorrätig zu haben, empfiehlt es sich, ihn im eigenen Garten anzupflanzen. Er gedeiht im Kübel, kann aber ebenso im Garten- und Kräuterbeet gepflanzt werden. Sehr gerne wird er übrigens zwischen Rosenstöcken platziert. Hier geht es nicht nur um die wunderschöne Farbkombination, sondern eher darum, dass Lavendel die Blattläuse von den Rosen fernhält.

Auch in der süßen Küche ist Lavendel zu Hause. Gut zu verwenden ist er für Lavendelkekse, Lavendelgebäck oder als Lavendelzucker für Süßspeisen. Lavendelzucker kann man übrigens ganz leicht selbst herstellen. In ein gefülltes Glas mit haushaltsüblichem Zucker gibt man einige getrocknete Lavendelblüten. Das Ganze etwa eine Woche gut durchziehen lassen und schon kann man den Lavendelzucker für Pudding, Kuchen oder Kekse verwenden.

Um langweiligen Salat raffiniert zu verfeinern, kommen Lavendelessig und Lavendelöl ins Spiel. Diese beiden verwandeln wohl jeden Salat in eine außergewöhnliche Vorspeise. Und wer kennt nicht die Herbes de Provence, hier besser bekannt als Kräuter der Provence? Auch bei dieser französischen Gewürzmischung ist Lavendel mit dabei. Diese Kräutermischung passt zu Marinaden für Fleisch oder kann für herzhafte Brotteige verwendet werden.

Besonders dekorativ sieht der als Heilpflanze 2008 gekürte Lavendel als Tischdekoration aus. Bei einer romantischen Hochzeit können Trockensträußchen aus Lavendel die Hochzeitstafel verschönern und mit Kornähren oder Sonnenblumen kombiniert werden. Nimmt man dann noch reinweiße Tischdecken, passende Stoffservietten und ganze viele Kerzen dazu, erhält man eine wunderschön dekorierte Hochzeitstafel.

Kürbisrahmsuppe mit Zitrone, Lavendel und Rosmarin

Rezept für 4 Portionen:

500 g Kürbisfruchtfleisch 1 Zwiebel 2 EL Öl 1/2 TL frisch gehackter Rosmarin 1/2 l Instant-Gemüsebrühe 1 Becher (200 g) Schlagsahne Saft einer Zitrone Salz Pfeffer aus der Mühle 1 Prise Zucker

Außerdem: 3 EL Zucker 8 Lavendelblüten

1. Das Kürbisfruchtfleisch grob würfeln. Die Zwiebel pellen und würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel- und Kürbiswürfel sowie den gehackten Rosmarin darin andünsten. Die Gemüsebrühe angießen, den Kürbis zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen.

2. Den Kürbis in der Brühe pürieren, dabei die Sahne angießen. Die Suppe einmal aufkochen lassen, den Zitronensaft unterrühren. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Zucker abschmecken.

3. Den Zucker in einer Pfanne goldgelb karamellisieren lassen. Die Lavendelblüten auf Backpapier legen, den Karamell darüberträufeln, die Blüten dabei wenden. Die Suppe in tiefe Teller oder Suppentassen füllen und mit den karamellisierten Lavendelblüten garniert servieren.

Provenzalische Lavendelziegel

Rezept für 25 Stück:

Für den Rührteig: 100 g Butter oder Margarine 75 g feiner brauner Rohzucker 1 Päckchen Vanillezucker 75 g Weizenmehl Type 405 1 El. Speißestärke 1/2 Tl. Backpulver 1  Prise Salz 2 Eiweiß 1 El. getrocknete Lavendelblüten Backpapier

1. Die Bleche befeuchten, mit Barkpapier belegen, und den Ofen vorheizen.

2. Für den Rührteig das zimmerwanne Fett mit dem Zucker und (km Vanillezucker mit den Rührbesen des Elektroquirls oder der Küchenmaschine schaumig schlagen. Das Mehl mit Stärke, Backpulver und Salz vermengen, auf die Schaummasse sieben und darunterrühren.

3. Die Eiweiße steifschlagen und mit den Lavendelblüten beifügen. Den Teig eßlöffelweise auf die Bleche geben und mit dem Löffelrücken dünn ausstreichen, dabei auf recht große Abstände achten.

4. Den Teig blechweise backen, bis die Ränder bräunlich werden. Das Backpapier sogleich in Streifen schneiden und die zerbrechlichen Plätzchen mit dem Backpapier über dünne Flaschen oder eine Teigrolle vorsichtig rund biegen.

5. Ofentemperatur: 200 °C Einschubhöhe: Mitte Backzeit: je 3-5 Minuten

Lamm-Lavendel-Quiche

Rezept für 6 Portionen:

Für den Teig: 125 g Weizenmehl Type 405 125 g Weizenvollkornmehl 150 g Butter 1 Ei 1 TL Salz 1 EL Milch

Für den Belag: 150 g TK-Blattspinat 350 g Lammfleisch (Keule) 1 EL Öl Salz Pfeffer 100 g Schalotten 1 TL Lavendelblüten (aus der Apotheke) 3 Eier 200 g Sahne 1 Knoblauchzehe Muskat

Außerdem: Fett für die Backform ca.1 kg Hülsenfrüchte zum Blindbacken

1. Die Teigzutaten zügig verkneten, zu einer Kugel formen und zugedeckt 1 Stunde kühl stellen. Den Spinat auftauen lassen. Den Backofen auf 200°C (Gas Stufe 3) vorheizen.

2. Den Teig ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auskleiden. Den Boden mehrmals einstechen, mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten bis zum Rand füllen. Im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten 15 Minuten backen. Vom Papier und den Hülsenfrüchten befreien, weitere 5 Minuten backen, abkühlen lassen.

3. Den aufgetauten Spinat würzen. Das Lammfleisch in kleine Würfel schneiden und im heißen Öl rundherum anbraten, würzen und in einem Sieb abtropfen lassen. Die Schalotten schälen, in Spalten schneiden und einige Minuten im Bratfett andünsten. Den Backofen auf 180°C (Gas Stufe 2-2,5) vorheizen.

4. Das Fleisch, den Spinat und die Schalotten auf dem Teigboden verteilen. Den Lavendel darüber streuen. Die Eier mit der Sahne und der durchgepressten Knoblauchzehe verquirlen, mit Salz, Pfeffer sowie Muskat kräftig würzen und über den Belag gießen. Die Quiche im vorgeheizten Ofen auf der 2. Schiene von unten 45 Minuten backen, nach 20 Minuten mit Alufolie bedecken. Vor dem Servieren einige Minuten abkühlen lassen.

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