Griechische Küche | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Griechische Küche

Griechische Küche – Griechische Rezepte

Wer typisch griechische Küche kennenlernen möchte, sollte Luxushotels und –restaurants meiden, dort werden der französischen Küche angeglichene Menüs serviert. Aber in den kleinen Schenken und Tavernen auf dem Lande wird noch immer die ursprüngliche, von der türkischen und arabischen Küche abgeleitete Kost gegessen.

Esskultur

Eine griechische Mahlzeit kann ohne Apéritif nicht beginnen. Man bekommt ein Gläschen mit Ouzo, einem glasklaren Anisschnaps, und ein größeres Glas mit Wasser vorgesetzt. Das kleine Glas wird in das große gegossen, dabei färbt sich der Inhalt milchig trüb.

Dazu isst man „meses“. Diese kleinen Vorspeisen werden immer reichhaltiger, je mehr Ouzos man bestellt.

Zur ersten Lage gibt es Oliven, Radieschen, vielleicht einige Krabben, zur zweiten das gleiche. Das Sortiment wird dann erweitert durch gebackene Fischchen und weißen Schafskäse. Schließlich bekommt man frisch gegrillte Lammleber, raffiniert mit Rosmarin und Thymian gewürzt, knusprig gebratene Stückchen vom Lammdarm, mit feingehacktem Basilikum bestreut, und delikat gewürzte Würste oder Tintenfischhäppchen. Der Kellner bringt den Ouzo, der Pikkolo die „meses“.

Nach diesen Apéritifs führt der Wirt seinen Gast in die Küche, um die zitronengewürzte Suppe und den Hauptgang in Augenschein nehmen zu lassen. Fische werden in der Regel auf dem Rost gebraten oder in schwimmendem Fett ausgebacken. Die Krabben sind so groß wie kleine Langusten. Es duftet nach Fenchel, Knoblauch und Koriandergrün.

Typische Gerichte

Das am häufigsten gegessene Fleisch ist vom Lamm. In den Rostbratstuben werden neben Lamm auch Spanferkel angeboten, man kauft das Fleisch gebraten nach Gewicht und isst es entweder gleich im Stehen oder trägt es nach Hause.

Die gängigsten Gemüsearten sind neben Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprikaschoten allerlei Arten von Bohnen, Artischocken, Kürbisse, Zucchini, Zwiebeln, Rosenkohl und Okraschoten. Das mit reichlich Olivenöl zubereitete Gemüse wird in vielen Fällen auch kalt gegessen.

Zitronensaft, Pinienkerne und Sesamsamen sind für die griechische Küche ausgesprochen typische Beigaben. Doch würde auch kein griechischer Koch bereit sein, auf Jogurt, Schafs- und Ziegenkäse, Knoblauch und Wein zu verzichten.

Beim Gebäck macht sich der orientalische Einfluss durch einen ungewöhnlich hohen Zucker- oder Honiggehalt bemerkbar.

Leichter gewöhnt sich der Reisende an den eigenartigen Beigeschmack des griechischen Landweins, der seinen Namen von der Kiefernart bekam, dessen Harz dem jungen Wein zugefügt wird, um die Nachgärung zu verhindern.

Gebratener Halloumi

Rezept für 4 Portionen:

500 g Käse,(Halloumi)
2 Handvoll Rucola
16 Cocktailtomaten
4 EL Limettensaft, (oder Zitrone)
8 EL Olivenöl
2 Zehen Knoblauch
Salz
Pfeffer
Honig

1. Die Hälfte des Olivenöls und den Limettensaft verrühren, den Knoblauch dazu pressen und die Marinade mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken.
Die Tomaten waschen und halbieren, den Rucola verlesen, waschen und abtropfen lassen.
Die Stiele kürzen oder ganz entfernen.

2. Den Halloumi in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und im restlichen Olivenöl von beiden Seiten in einer Pfanne jeweils ca. eine Minute goldbraun anbraten, danach aus der Pfanne nehmen und die Tomatenhälften hineingeben.
Unter Rühren ca. 1-2 Minuten anbraten, so dass die Tomaten beginnen zu schmelzen.

3. Auf Tellern ein Nest aus Rucola anrichten, den Halloumi draufdrapieren und die Tomatenhälften darüber geben.

Alles mit der Marinade beträufeln und sofort servieren.

Griechische Frühlingsrolle „Kalamata“

Rezept für 4 Portionen:

1 Bund Petersilie
1 Bund Basilikum
1 Knoblauchzehe
2 Eier
400 g Schafkäse
30 g Pinienkerne
1 rote Peperoni
160 g Tomaten
120 g gewürfelter Schinkenspeck
1 EL Öl
Paprikapulver
6 Yufka- oder Fillo-Teigblätter (türkischer oder griechischer Strudelteig, z.B. im türkischen Geschäft erhältlich)

Für die Soße:
1 Knoblauchzehe
1 Bund Minze
1 kleine Zucchini
200 g Sahnejoghurt
1 EL Zitronensaft
Pfeffer
Salz

Außerdem:
Fett zum Fritieren

1. Die Petersilie und das Basilikum waschen, trockenschütteln und fein hacken.
Den Knoblauch pellen und durch die Presse drücken. Die Eier trennen, das Eiweiß zugedeckt kühl stellen.
Den Schafkäse mit einer Gabel zerdrücken und mit den Eigelben verrühren.

2. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.
Die Peperoni waschen, abtrocknen, halbieren und entkernen. Die Schotenhälften fein hacken.
Die Tomate waschen, abtrocknen, vierteln, dabei von Stielansatz und Kernen befreien, und das Fruchtfleisch würfeln.

3. Den Schinkenspeck würfeln und im heißen Öl anbraten. Auf Küchenpapier entfetten.
Die Schafkäse-Mischung mit den vorbereiteten Zutaten und dem Paprikapulver verrühren.

4. Für die Soße den Knoblauch schälen und durch die Presse drücken.
Die Minze waschen, trockenschütteln und fein hacken. Die Zucchini waschen, die Enden kürzen.
Die Zucchini raffeln. Den Joghurt mit dem Knoblauch, der Minze, der Zucchini und dem Zitronensaft verrühren.
Die Soße mit Pfeffer und Salz abschmecken.

5. Die Teigplatten vierteln und die Füllung auf den Teigquadraten verteilen.
Die Ränder der Teigplatten mit dem Eiweiß bestreichen.
Zwei Seiten der Teigplatten etwa 1 cm nach innen klappen und den Teig aufrollen.
Das Fett in einem großen Topf oder der Friteuse auf 180°C erhitzen und die Röllchen darin portionsweise etwa 3 Minuten ausbacken.
Mit der Knoblauch-Zucchini-Soße und einem Gurken-Tomaten-Salat servieren.

Karidopitta

Rezept für 8 Portionen:

125 g zimmerwarme Butter
125 g Zucker
1/2 TL Vanillezucker
4 Eier
125 g Semmelbrösel
125 g Mehl
1 TL Backpulver
65 ml Milch
2 TL abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Nelken
250 g fein gemahlene Walnusskerne
Fett für die Form

Für den Sirup:
150 g Zucker
60 g heller Honig
1 EL Zitronensaft
nach Belieben 2 EL Metaxa (griechischer Weinbrand)

1. Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier einzeln unterrühren.
Die Semmelbrösel mit dem Mehl sowie dem Backpulver mischen und unterziehen.
Die Milch mit der Zitronenschale, dem Zimt sowie dem Nelkenpulver zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Die gemahlenen Walnüsse unterheben.
Den Backofen auf 200°C (Gas Stufe 3) vorheizen.

2. Eine rechteckige Backform von etwa 23X35 cm gut fetten, ersatzweise von einem tiefen Backblech mit einem Backrahmen eine entsprechende Fläche abgrenzen.
Den Teig einfüllen, glatt streichen und in der Mitte des heißen Ofens etwa 40 Minuten backen, bis beim Einstechen mit einem Holzstäbchen kein Teig mehr haften bleibt.

3. Nach 30 Minuten Backzeit für den Sirup den Zucker mit dem Honig sowie 250 ml Wasser aufkochen und bei mittlerer Hitze 5 Minuten kochen lassen.
Vom Herd nehmen und den Zitronensaft sowie nach Belieben den Weinbrand unterrühren.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form mit dem warmen Sirup übergießen, abkühlen lassen.
Die Karidopitta auf eine Kuchenplatte setzen, in 4 cm große Quadrate schneiden und als Dessert oder zum Kaffee servieren.

Stifado

Rezept für 4 Portionen:

1 kg reife Tomaten
800 g Rindfleisch zum Schmoren
4 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
3 kleine Stückchen Zimtstange
2-3 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 kräftiger Schuss Rotwein
250 ml Fleischbrühe (Fertigprodukt)
1 EL gehackte Petersilie zum Bestreuen

1. Die Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, herausnehmen und kalt abschrecken.
Die Tomaten häuten, anschließend vierteln, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch würfeln.
Das Fleisch in große, mundgerechte Stücke schneiden.
Die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und grob würfeln.

2. Das Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen.
Das Fleisch darin anbraten, die Zwiebel-und Knoblauchwürfel zugeben und kurz mit anschmoren.
Die Zimtstückchen und Lorbeerblätter untermischen, mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Mit dem Rotwein ablöschen, dann die Fleischbrühe zugießen und auf die Hälfte einkochen lassen.
Die Tomatenwürfel zufügen.
Den Eintopf zugedeckt etwa 1,5-2 Stunden bei schwacher Hitze schmoren lassen.
Ab und zu umrühren, nach Bedarf etwas Wasser oder Fleischbrühe zugießen.
Zum Schluss nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit der gehackten Petersilie bestreut servieren.