Extreme Küche | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Extreme Küche

Extreme Küche

Essbar ist alles, was zwei Beine hat, außer der Leiter,
alles,was vier Beine hat, außer dem Tisch,
alles, was im Himmel fliegt, außer dem Flugzeug,
und alles, was im Wasser schwimmt, außer dem Unterseeboot.

Asiatisches Sprichwort.

Der Hund und die Katze.

In mehreren der europäischen Länder zählt der Hund zu dem besten Freund des Menschen.
Aber in vielen asiatischen Ländern wie Korea, China, Hongkong und auch in einigen Regionen Lateinamerikas werden die Hunde als Nahrungsmittel wahrgenommen.
Im IV Jahrhundert bewunderte der chinesische Philosoph Mentszy die pharmazeutischen Wunder von Hunden und empfahl sie, bei Erkrankungen der Leber, Malaria und Gelbsucht anzuwenden.
Es wurde angenommen, dass neben anderen Produkten, das Hundefleisch die Potenz der Männer erhöht.

Auch in Nordamerika wurden die Mahlzeiten der indianischen Stämme aus Hundefleisch zubereitet.
Anfangs des XIX Jahrhunderts wurden große Feiertage mit Teilnahme der Monarchen und der Seemänner aus England und der USA nur mit Mahlzeiten von 200 bis zu 400 Hunden verrichtet. 1870 kam in Frankreich das erste Kochbuch mit Platten und Gerichten aus Hundefleisch heraus.

Die Geschichte des Gebrauches von Katzenfleisch liegt noch nicht allzu lange her.
Obwohl das Fleisch der Katzen auf den Mittagstisch der Völker von Südamerika bis zu Asien gehört, bleibt das Niveau seines Konsums verhältnismäßig niedrig.
In 1990 wurde in den Nordprovinzen Vietnams die Speisekarte vieler Restaurants zusätzlich zum Hundefleisch, auch Katzenfleisch angeboten.
In diesen Provinzen wurde erzählt, dass das Katzenfleisch ein wirksames Mittel gegen Asthma und Potenzschwäche ist.
Obwohl Katzenfleisch als Nahrungsmittel verboten wurde, wird es trotzdem in vielen asiatischen Ländern sowie in Südamerika als eine Delikatesse angeboten.

Die Ratte und die Maus.

Die Ratten, die Mäuse und andere Vertreter der Nagetiere haben eine lange Gastronomie-Geschichte.
In einigen Regionen auf der ganzen Welt gelten Nagetiere als eine gewöhnliche Art der Nahrungsaufnahme.

Im XIX Jahrhundert bereiteten die Bewohnet der Provinz Bordeaux in Frankreich Ratten und andere Nagetiere vor einem offenen Feuer mit Gemüse vor. Die bekanntesten Köche Frankreichs befanden das Fleisch der Ratte als ein erstklassiges Produkt.

Heute werden in vielen Regionen Lateinamerikas, Asiens, der Philippinen und Afrika Ratten in Schnellrestaurants als Hauptgericht angeboten.

Genitalien.

Viele Leute verdrehen die Augen, wenn sie ein Angebot zu einer Kostprobe von Genitalien von Tieren erhalten.

Die Rezepte aus Genitalien werden besonders in Asien verwendet, wo der Glaube darin besteht, dass z.B die Suppe aus dem Penis des Tigers fähig ist, das Intimleben zu verbessern.
Die Verfälschung der Tigerpenisse (wie auch der Tigerknochen und anderer Arzneien) wurde in Hongkong und China in die vorliegende Kunst umgewandelt.
Aber der illegale Mord der Tiger und der Handel mit Genitalien dauern.

Wegen der Kriminalität dieses Businesses, wie auch die Gebräuche in die Nahrung der verschwindenden Vertreter der Fauna, und auch wegen des hohen Preises, werden ähnliche Produkte als Ersatz von anderen Tieren verwendet.

Die Eidechse.

Den Eidechsen kann man auf allen sieben Kontinenten — von den südlichen Enden Südamerikas und Afrikas bis zur Arktis begegnen, obwohl die unterdrückende Zahl ihrer Vertreter, ungefähr 7300 Arten, doch im günstigeren Klima wohnen.
Wie alltäglich bleibt das Fleisch der Eidechse für die Küche der Bevölkerung Asiens und Lateinamerikas sehr charakteristisch.
Am meisten wird das Fleisch von Leguanen als Lieblingsgericht für die Bewohner Mexikos, Zentral und Südamerikas, und auch einiger Karibischer Inseln gezählt.

Außerdem wird das Fleisch der Eidechse als exotische Delikatesse angenommen und die Restaurantbesucher sind bereit, für das Essen eine schöne Stange Geld zu bezahlen.

Getrocknete Eidechsen werden auf Basars China und in den Geschäften verkauft.
Das Eidechsenpulver im heißen Wasser dient nach dem Glauben als Mittel gegen verschiedene Krankheiten.

Der Laubfrosch und die Kröte.

Viele von den Laubfröschen für Europa werden in Jugoslawien gezüchtet, aber eine noch größere Anzahl wird in der gefrorenen Art von Kuba und aus den USA geliefert.
Die Froschschenkel bereitet man auf verschiedenen Weisen vor: marinieren, braten, panieren oder auch kochen. In den eleganten Restaurants Thailands bereitet man Froschschenkel in der Pfanne und im Wok mit Pfefferkörnern, rotem Chili und Palmenzucker vor.

Die Zubereitung der Kröten ist etwas anders.
Die Beine der Kröten sind kurz und daher ist entsprechend weniger Fleisch dran. Unterschiede zur Zubereitung wie beim Laubfrosch gibt es keine.

Fast alle Vertreter der Insekten- und Reptilien-Welt werden für die Zubereitung des Whiskeys und des Reisweines genommen. Die Hoffnung ist, dass es dazu beiträgt, die Langlebigkeit der sexuellen Kraft zu steigern.

Die Medusen.

In ihrem natürlichen Zustand — eine pulsierende Kuppel, die durch die ozeanischen Strömungen gezogen werden, sind die Medusen. Als Nahrung sehen sie nicht gerade appetitlich aus.
Die Medusen leben auf der Erde seit mehr 650 Millionen Jahren. Die Medusen sehen wie ein Stück aus Gelee, dessen Inhalt mit mehr als 95 % aus Wasser besteht.
Die Medusen haben kein Herz, kein Gehirn und auch keine Knochen, sie bestehen nur aus Muskelfasern.
Der Magen ist mit dem Mund, der einzigen Öffnung des Körpers, verbunden.
Dies bedeutet, dass durch ihn nicht nur die Nahrung eingeführt wird sondern auch abgeführt wird.
Den Mund benutzen die Medusen auch zum Vorankommen, Sie füllen den Magen mit Wasser und stoßen es anschließend in die Richtung aus, in die sie sich bewegen möchten. Auf der Welt gibt es ca. 200 Arten mit einem Durchmesser von je 2,7 Metern.

Die Toksinen einer australischen Meduse sind viel giftiger als das Gift einer Kobra und sind fähig, den Tod in wenigen Minuten herbeizurufen.
Nach den Daten der Statistik, töten die Medusen mehr Leute, als der weiße Hai.
Aber troztdem kann man den Medusen auf der Speisekarte in Asien und Europa begegnen.

Die Würmer.

Ähnlich wie andere exotische Produkte, haben die Würmer einen schlechten Ruf.
Für viele Farmer und auch Gärtner sind die kleinen Tiere jederzeit erwünscht. Die Würmer werden in den entwickelten Ländern unterschätzt und nicht mehr als Nahrungsmittel angesehen.
Die Erdwürmer bestehen aus 70-82 % aus der Eiweiß.

Der Vogel und die Tauben.

Im Laufe von Tausend von Jahren gewährleisteten die Vogelfänger ein breites Sortiment von Vögeln für die Feinschmecker.
Die altertümlichen Griechen jagten die Waldtauben, Eulen und andere Arten.
Die populärsten essbaren Vögel sind die Reiher, die Enten, die Fasane, die Birkhähne, die Wachtel und das Rebhuhn.

Die Tauben werden als Nahrungsmittel am häufigsten verwendet.
Die geschmorten Gerichte aus Tauben waren im Altertümlichem Ägypten und des Römischen Reiches populär.
Tauben kann man über dem Feuer mit verschiedenen Gewürzen oder in einem chinesischen Stil – die die Ente vorbetreiten.

Die Spinnen und die Skorpione.

Die Spinnen werden häufiger gegessen, als Skorpione.
Am meisten werden diese Tiere als Nahrung von Indianern in Südamerika, von Einheimischen aus Afrika und den Australischen Ureinwohnern verzehrt. In China und anderen Regionen Asiens werden diese Tiere u. a. als ein Heilungsmittel betrachtet. Der Biss einer gefährlichen Spinne kann zu hohen Schmerzen, Bewusstlosigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit und dem Verlust der Sehkraft führen. Dennoch ist die Mehrheit der Spinnenarten für die Menschen ungefährlich und als Nahrungsmittel geeignet.

Das Fleisch einer Spinne erinnert an den Geschmack einer Krabbe. In Laos und Kambodscha werden die Spinnen über einem offenen Feuer zubereitet. Die Eier der großen Spinnen gelten als große Delikatesse.

Skorpione werden vollständig aufgegessen, zusammen mit den Scheren und dem langen Schwanz. Das Gift der Skorpione wird bei großer Hitze zunichte gemacht und ist für den Menschen daher ungefährlich.

Die Fliegen und andere Insekte.

Fliegen sind Allesfresser. Sie fressen u. a. verdorbenes Fleisch, verfaulte Früchte und Gemüse und auch andere Kleintiere.
Die Fliege ist eine der stärksten in der Familie der Insekten. Die Fliegen haben ca. 60.000 Arten unter sich und haben sich erfolgreich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Fliegen kann man mit Öl und Gemüse anbraten und zusammen mit gebratenem Reis essen. Sie dienen auch sehr gut für eine Suppe oder geschmorte Gerichte.

Das Leben der Libelle fängt unter dem Wasser an, wo sie an den Stielen des Schilfs befestigt sind und sich mit Elementartierischen Organismen ernähren.
Nach einem Jahr steigt die Larve zur Oberfläche des Wassers und bildet Flügel.

Bei den gefangenen Insekten werden die Flügel und die Füße angerissen, zerrieben und mit einer Paste vermischt.
Die Masse wird portionsweise in die Bananenblätter eingewickelt.

Die Pferde.

Nach den Zeichnungen und den Malereien im Steinzeitalter wissen wir, dass Pferde als Nahrungsmittel verwendet wurden. Zurzeit ist der Gebrauch von Pferdefleisch nicht sehr verbreitet. Gerne wird das Fleisch von Franzosen gegessen, da es lange Zeit verboten war. Heute werden extra zum Verzehr in einigen Teilen Frankreichs extra Pferde dafür gezüchtet.

In Frankreich, Belgien, Schweden und Japan wird das Pferdefleisch sehr geschätzt. Dort wird es fein geschnitten und mit einer Soße oder als Tartar gereicht.
In Afrika wird u. a. auch das Fleisch des Zebras als Eiweißquelle genutzt.

Die Fledermaus.

Viele Menschen haben vor Fledermäusen Angst, da sie als Vampire gelten. So übernimmt sie die Rolle in vielen Märchen und Filmen als eine böse Gestalt. In Indien, Irland und den USA wird die Fledermaus als ein Symbol des Todes wahrgenommen.

Bei den Chinesen symbolisiert die Fledermaus fünf Elemente: den Wohlstand, die Gesundheit, die Weisheit, die Langlebigkeit und den leichten Tod.
Es wird auch angenommen, dass das Fleisch dieses Tiers die Sehkraft verbessert.
In Kambodscha wird bei vielen Menschen der Husten mit dem Öl der Fledermaus behandelt.

Fledermäuse sehen auf dem Teller wie Fledermäuse aus, da sie im Ganzen über dem Feuer gegart werden und zusammen mit Flügeln verspeist werden.

Die Schlangen.

Gerichte aus Schlangenfleisch sind nicht so weit verbreitet wie in Asien, Afrika und Lateinamerika, wo diese Gerichte ein Highlight sind.
Das Fleisch der Schlangen ist schon sehr lange ein Hauptgericht für die Bewohner in China.

Die Wissenschaftler behaupten, dass nur ca. 200 Arten von über 2400 giftig für den Menschen sind. Praktisch sind alle schlangen essen, auch die giftig sind, da das Gift sich nur im Kopf der Schlange befindet und der Rest daher ungefährlich ist. Man kann von der Schlange alles verwenden: das Blut und die Galle werden für heilsame Getränke verwendet, das Fleisch ist eine Eiweißquelle und aus der Haut wird ein Imbiss vorbereitet oder Schuhe, Taschen und Gürtel.

Die Zubereitung des Fleisches ist definierbar. Man kann sie kochen, backen oder grillen.

Die Alligatoren und die Krokodile.

Die Mehrheit der Menschen nehmen Krokodile nicht richtig als Tiere, sondern als eine Bedrohung wahr. Diese Reptilien sind für den Menschen ungefährlich, außer, wenn sie sich angegriffen fühlen. Nur dann greifen sie an.

Das Fleisch dieser Reptilien wird über dem offenen Feuer gegart oder in Suppen vorbereitet.

Eine große Nachfrage besteht über das Krokodilfett, es wird als Stabilisator bei Produkten in der Kosmetik oder Parfümerie verwendet. In vielen Ländern wird es auch bei Krankheiten verwendet, wie z. B. Asthma oder Haarausfall. Die Zähen, der Kopf und die Knochen werden als Souvenir verkauft, aus der Haut werden Schuhe oder Handtaschen hergestellt.

Die Haie.

Aus 350 Arten der Haie, befinden sich 80 % in Gefahr, getötet zu werden.
Seit 450 Millionen Jahren gilt der Hai als eines der geschicktesten Raubtiere. Sie stehen am Gipfel der Nahrungskette. Der Hai ist fähig, Geräusche aus mehr als 5 Kilometern Entfernung zu hören und somit sein Opfer fehlerfrei aufzusuchen. Haie können auch das Blut aus 2 Kilometern Entfernung riechen. Der Hai ist dazu fähig, seine Geschwindigkeit auf 40 Kilometer pro Stunde zu erhöhen. Wenn dem Hai ein Zahn gebrochen wird oder herausfällt, wächst sofort ein anderer an dieser Stelle nach. Das Haifleisch wird in Südamerika, Europa, Asien und Afrika, gegessen.

Das Haifleisch ist bekannt für seinen hohen Eiweißgehalt. Das Fleisch kann man ebenso wie den Thunfisch oder dem Schwertfisch zubereiten. Besonders geschätzt wird die Suppe aus Haiflossen.

Die Schnecken.

Viele Menschen auf der Welt sahen die Schnecken nur als Schädlinge an. Jedoch erhöht sich der Kult immer mehr. Die Mehrheit der Franzosen essen jährlich bis zu 50 Millionen Schnecken. In Laos und im Nordosten Thailands werden die Schnecken in großen Mengen verspeist. Die abgekochten Schnecken werden mit Soße oder Reis gegessen.

Die Strauße.

Der Strauß mit einer Größe von 2,4 bis 2,5 Meter und einem Gewicht von 140 kg kann in einer kurzen Distanz die Geschwindigkeit bis zum 40 Meilen pro Stunde erhöhen. Das Fleisch und die Eier werden schon lange Zeit als Nahrungsmittel angesehen. Sogar in der Römischen Zeit wurde das Fleisch als etwas besonderen angesehen und nur dem Adel gereicht. Die erste Straußenfarm erschien im XIX Jahrhundert, im XX Jahrhundert verbreiteten sich die Farmen in Südafrika und Australien, bis hin zu Algerien, Frankreich und den USA.

Das Fleisch kann man fast in jeder Speisekarte auf der ganzen Welt finden. In manchen Teilen der Welt sogar auf Regalen im Supermarkt. Die Haut der Strauße wird für Schuhe, Gürtel und Brieftaschen verwendet. 70 % der Haut wird nach Japan importiert. Das Straußenfett ist ein großer Bestandteil der Kosmetik- und Parfümindustrie.
Dank des niedrigen Fettgehaltes im Fleisch ist es dazu kalorienarm, im Vergleich zum Fleisch des Schweines, des Kaninchens oder der Ente. Straußenfleisch schmeckt und sieht auch wie Ringfleisch aus.

Die Ameisen und Termiten.

In vielen Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerika sind die Ameisen eine billige Eisweißquelle- Es gibt etwa 10.000 Arten der Ameisen. Viele behaupten, dass es die Ameisen sind, die am organsiertesten sind. Sie leben in der Kolonie, befolgen strenge Regeln und haben eine deutliche Arbeitsteilung.

Die Ameisen werden auch häufig in der Medizin angewendet. In Indien wurde die Ameise vor ca. 3.000 Jahren auf eine frische Wunde gesetzt, der Kiefer der Ameise wurde in die Wunde hineingestoßen, so dass die Wunde nach mehreren Wiederholungen geschlossen war. Aus Ameisen werden verschiedene Gerichte mit Gemüse und Reis zubereitet. Am meisten bekannt sind die sogenannten „Blattschneiderameisen“. Sie erinnern an den Geschmack von geräuchertem Speck. Manche Ameisen weisen auch einen Honig-Geschmack nach.

Die Termiten sind keine Verwandten der Ameise, obwohl sie den Ameisen ähnlich sehen und auch die meisten Eigenschaften vorweisen können. Als Nahrung werden die Termiten in Afrika verwendet. Termiten gelten als ein Hauptgericht, das man überall kaufen und essen kann. Das rohe Fleisch der Termiten erinnert an den Geschmack einer Ananas. Der Eiweißgehalt ist höher als bei Hühnerfleisch, Fisch oder Rindfleisch. Jedoch ist der Fettgehalt sehr hoch. In Indonesien werden die Termiten gegessen, mit dem Glauben, dass sie die Gesundheit festigen und helfen, sich jünger zu fühlen.