Eintöpfe im Herbst | Kochzeit–Rund um Essen, mit vielen leckeren Rezepten aus aller Welt

Eintöpfe im Herbst

Wenn im Herbst die Nächte wieder länger werden und die feuchten und kalten Tage beginnen, muss etwas auf den Tisch was nahrhaft ist und dazu auch noch richtig gut schmeckt.

Eintöpfe bieten sich da besonders gut an, denn sie liefern meist eine Extraportion Gemüse und damit viele wichtige Vitamine, die einen entscheidenden Einfluss auf die Immunabwehr nehmen. Wem ein Eintopf zu kräftig ist, der kann alternativ auch eine kräftige Gemüsesuppe zubereiten, denn sie liefert ebenfalls wichtige Nährstoffe für Herbst und Winter.
Eintöpfe sind zudem mit vielen weiteren Vorteilen verbunden. Sie lassen sich sehr gut vorbereiten, denn meist schmeckt ein Eintopf erst dann richtig lecker, wenn er gut durchgezogen ist und aufgewärmt wird. Zudem kann man einen Eintopf immer gut in größeren Mengen zubereiten.

Die Reste kann man gut einfrieren bzw. gleich mehrere Portionen auf Vorrat legen. So hat man eine schnell Mahlzeit zur Hand, wenn die Zeit zum Kochen einmal wieder sehr eng wird. Des Weiteren zeichnen sich Eintöpfe dadurch aus, dass sie günstig sind und auch noch richtig gut satt machen. Ferner ist die Zubereitung nur mit wenig Aufwand verbunden.

Mit einigen kleinen Tricks wird der Eintopf noch leckerer. So sollte man beispielsweise getrocknete Erbsen oder Linsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser wird dann zum Kochen mit verwendet.

Bohnen, Erbsen oder Linsen sollte man im Eintopf erst nach dem Kochen mit Salz würzen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass die Hülsenfrüchte nicht weich werden.
In einen Eintopf kann man im Grunde alles hinein tun, was einem schmeckt. Damit ein Eintopf besonders kräftig wird, kann man Fleisch, Schwarte, Knochen oder Wurst mitkochen.

Des Weiteren bietet grade der Herbst einige Gemüsesorten, die es sonst nicht gibt. Der Klassiker dabei ist eine Kürbiscremesuppe und auch die Zucchinicremesuppe wird immer beliebter. Auf dem Speiseplan stehen sollte zudem eine Linsen- oder Bohnensuppe oder eine kräftige Gemüsesuppe mit Mettenden.

Bauerntopf Peloponnes

Rezept für 6 Portionen:

FÜR DIE GYROS-PASTE:
1 Bund Oregano
1 Chilischote
3 Knoblauchzehen
5 schwarze Pfefferkörner
10 rosa Pfefferbeeren
1 EL Paprikapulver (edelsüß)
1 EL Weißweinessig
4-6 EL Olivenöl
1 TL Zucker
1/2 TL Salz
4 Schalotten

FÜR DEN EINTOPF:
1 kg Schweinebraten (Schulter oder Halsgrat ohne Knochen)
Salz
Pfeffer
6 Lammkoteletts
800 g Kartoffeln (fest kochend)
6 Knoblauchzehen
1 Zitrone (unbehandelt)
1 Zweig Rosmarin
1 EL Olivenöl
1,2 l Gemüsebrühe (Instant oder selbst gemacht)
200 ml trockener Weißwein
200 g grüne entsteinte Oliven
100 g schwarze entsteinte Oliven
1 Zimtstange
1 kleine Dose geschälte Tomaten (Abtropfgewicht: 240 g)
je 1 rote und gelbe Paprikaschote
200 g Feta (Schafskäse)

1. Am besten schon am Vortag die Gyros-Paste zubereiten: Oregano abbrausen, Blättchen abzupfen.
Chili waschen, putzen, eventuell entkernen.
Den Knoblauch abziehen.
Oregano, Chili, Knoblauch, Pfefferkörner, Pfefferbeeren, Paprikapulver, Essig, Öl, Zucker und Salz in den elektrischen Alleszerkleinerer geben und zu einer Paste pürieren.
Schalotten abziehen, fein würfeln, zur Paste geben. Mit etwas Öl bedecken, in den Kühlschrank stellen.

2. Für den Eintopf Schweinefleisch abbrausen, in grobe Würfel schneiden, leicht salzen und pfeffern.
Lammkoteletts waschen, mit Küchenpapier trockentupfen, leicht salzen, pfeffern.
Kartoffeln schälen, waschen, in Spalten schneiden. Knoblauch abziehen, in Scheiben teilen.
Zitrone heiß abwaschen, vierteln und die Viertel noch mal quer halbieren. Rosmarinzweig abbrausen und trockenschütteln.

3. 4 EL Öl in einem großen Bräter erhitzen.
Schweinefleischwürfel darin kräftig anbraten. 1 EL Gyros-Paste dazurühren, kurz mitbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen.
Wein, grüne und schwarze Oliven, Zimtstange, Zitronenstücke, Rosmarin und Tomaten dazugeben, umrühren.
Aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 1 Stunde köcheln lassen.

4. Nach etwa 20 Minuten in einer beschichteten  Pfanne Kartoffelspalten in 2 EL Olivenöl anbraten.
Knoblauch dazugeben, kurz mitdünsten, mit etwas  Gyros-Paste würzen.
Kartoffelmischung zum Fleisch in die Brühe geben, mitgaren.

5. Paprika halbieren, putzen, entkernen, abbrausen, in Stücke schneiden.
Lammkoteletts in der beschichteten Pfanne im restlichen Öl kross braten. Feta zerbröckeln.

6. Zum Anrichten Paprika in den Eintopf rühren.
Lammkoteletts und Feta darauf geben und sofort servieren.
Restliche Gyros-Paste zum Nachwürzen in einer Schale dazustellen.

7. TIPP:
Sie können von der Gyros-Paste ruhig etwas mehr machen.
Sie schmeckt ausgezeichnet zu allem Kurzgebratenen und hält sich im Kühlschrank – gut mit Öl bedeckt – mindestens 10 Tage.

Caldeirada

Rezept für 6 Portionen:

Je 6 kleine Rotbarsch-, Heilbutt- und Schollenfilets
Saft von 1 Zitrone
Salz
600 g große Venusmuscheln
600 g Kartoffeln (fest kochend)
3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 kg reife Tomaten
je 1 gelbe und rote Paprikaschote
1 Bund Petersilie
150 ml Olivenöl
Pfeffer
300 ml Weißwein (z.B. Vinho verde)
1 Lorbeerblatt
1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1. Fischfilets waschen, mit Zitronensaft beträufeln und salzen.
Muscheln unter kaltem Wasser gründlich abbürsten, von den Haftfäden (Byssusfäden) befreien.
Bereits geöffnete Muscheln wegwerfen. Kartoffeln schälen, waschen, in dicke Scheiben schneiden.
Zwiebeln und Knoblauch abziehen. Zwiebeln in Ringe, Knoblauch in Scheiben teilen.
Tomaten waschen, putzen, in Scheiben schneiden. Paprika halbieren, putzen, entkernen, waschen, in Streifen teilen.
Petersilie abbrausen, Blättchen hacken.

2. Muscheln auf dem Boden eines großen Topfes verteilen. Mit Öl beträufeln.
Fischfilets abwechselnd mit Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und Paprika einschichten.
Immer wieder leicht salzen, pfeffern. Wein angießen, Petersilie und Lorbeer zufügen.
Mit Paprika würzen, Deckel aufsetzen.

3. Zum Kochen bringen, Hitze reduzieren, alles in 30 Minuten zugedeckt auf dem Herd garen.
Die Caldeirada darf nicht umgerührt, sondern nur einmal nach ca. 15 Minuten kurz geschüttelt werden.
Sie wird „senkrecht“ aus dem Topf serviert, so dass jeder etwas von jeder Fischsorte erhält.
(Sollten Muscheln noch geschlossen sein, diese bitte entfernen!)

Fränkischer Karpfen-Eintopf

Rezept für 4 Portionen:

1/2 l Fischfond
1 Zwiebel
1 Lorbeerblatt
1 Nelke
1 EL Fischgewürz
4 Möhren
2 Stangen Porree
1 Kohlrabi
400 g Karpfenfilet
50 g Kartoffelpüreepulver
100 ml Weißwein
100 g Sahne
1 TL Würzsalz mit Knoblauch
1 Prise weißer Pfeffer

1. Den Fischfond mit 1/2 Liter Wasser aufsetzen. Die Zwiebel schälen und mit dem Lorbeerblatt und der Nelke spicken.
Zusammen mit dem Fischgewürz zum Sud geben und etwa 20 Minuten köcheln lassen.

2. Inzwischen die Möhren putzen, schaben, waschen, halbieren und in Scheiben schneiden.
Den Porree putzen, gründlich waschen und in breite Ringe schneiden.
Die Kohlrabiknolle putzen, schälen, waschen und würfeln. Die Karpfenfilets in mundgerechte Stücke zerteilen.
Zusammen mit dem vorbereiteten Gemüse in den Sud geben und die Fischstücke bei geringer Hitze in etwa 10-15 Minuten gar ziehen lassen, das Gemüse bißfest garen.

3. Den Karpfen-Topf nach Belieben mit etwas Kartoffelpüreepulver andicken.
Den Weißwein mit der Sahne und dem Würzsalz mit Knoblauch verrühren.
Die Gewürzsahne einrühren und den Eintopf mit Pfeffer abschmecken.

Jambalaya

Rezept für 4 Portionen:

100 g Speck (nach Belieben Frühstückspeck oder gesalzener Speck)
1 Zwiebel
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
1,5 Tasse Reis
3-4 Knoblauchzehen
1/2 Dose geschälte Tomaten
1/2 Teelöffel Thymian
wenig Salz
frisch geriebener Pfeffer
4 Tassen Hühnerbouillon
250 g geräucherter Schinken
500 g frische Crevetten oder Scampi
1 Esslöffel fein gehackte Petersilie
nach Belieben einige Miesmuscheln

1. In einer grossen weiten Pfanne zuerst den in Stücke geschnittenen Speck erhitzen bis er anbräunt und Fett abgibt; dann herausnehmen.

2. Den Reis in die Pfanne geben und etwas anziehen lassen.
Die feingehackte Zwiebel und die in Streifen geschnittenen Paprikas dem Reis zufügen und kurz mitrösten.
Den Knoblauch fein hacken und die Tomaten in grosse Stücke teilen und zusammen mit dem Tomatensaft dem Reis beifügen.

3. Den gebratenen Speck und den Thymian zugeben, das Ganze mit der heissen Bouillon ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Schinken in grosse Würfel schneiden und ebenfalls beigeben.

4. Die Kasserolle in den vorgeheizten Backofen einschieben. 3/4 Stunden leise kochen lassen.

5. Nun die Crevetten oder Scampi sowie die Miesmuscheln zufügen und so lange weiterkochen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist.
Zuletzt Petersilie darüberstreuen und die Jambalaya auf den Tisch bringen.

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