Wer sich beim Zusammenstellen der einzelnen Gänge für ein Menü nicht sicher genug ist, kann sich aus diversen Rezeptsammlungen bereits fertige Menüs als Vorlage nehmen. Es macht aber auch Spaß, selbst kreativ zu sein und außerdem besteht bei der Eigeninitiative auch eine bessere Möglichkeit, auf das Budget Rücksicht zu nehmen. Es ist gar nicht so schwer, ein mehrgängiges Menü zu kreieren, wenn ein paar Grundsätze berücksichtigt werden. Als Fahrplan empfehlen sich zunächst einmal die folgenden Punkte:

1.    Wiederholungen vermeiden (Rinder Carpaccio, Rinderbrühe, Rinderbrust)
2.    Abwechslung suchen (süß-sauer, warm-kalt, leicht-deftig)
3.    Portionen kontrollieren (je mehr Gänge, desto kleiner die Portionen)

Der Ausgangspunkt für alle weiteren Gänge ist immer der Hauptgang. Diese Entscheidung muss also zuerst getroffen werden, wobei die Jahreszeit eine große Rolle spielt. Im Sommer schmeckt Fisch besser als Braten. Gänsekeule mit Rotkohl ist ein Gericht für den Winter, während Gegrilltes besser im Sommer auf den Tisch kommt. Sobald das Hauptgericht – zumindest theoretisch – steht, wendet man sich der Auswahl von Vorspeise und Dessert zu.

Wenn mehr als drei Gänge geplant sind, sollten die beiden Vorspeisen nicht zu schwer im Magen liegen, damit der Appetit für den Hauptgang nicht beeinträchtigt wird. Gang 1 und 2 sollen abwechslungsreich sein, zwei Suppen hintereinander sind nicht zu empfehlen. Es darf sich ruhig um eine warme und eine kalte Vorspeise handeln. Der zweite Gang wird auch gern als Zwischengang bezeichnet. Er darf gerne etwas kräftiger ausfallen, solange er nicht die Wirkung des Hauptgangs hemmt. Als Dessert eignet sich alles, was eine kulinarische Sünde ist. Wenn ein Gang mit Käse eingeschoben werden soll, kann er sowohl vor dem süßen Dessert gereicht werden, als auch zum Abschluss, getreu dem Motto, nach welchem Käse angeblich den Magen schließen soll.

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